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Sicherheit hat höchste Priorität

Reuven Rivlin besucht Kiel Sicherheit hat höchste Priorität

Die Sicherheit hat höchste Priorität: Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin wird am Mittwoch am frühen Morgen mit einem Helikopter einfliegen und auf dem Flughafen in Kiel Holtenau landen. Hauptgrund seiner Visite ist der Besuch bei der Werft TKMS (ThyssenKrupp Marine Systems), um sich dort das 600 Millionen teure U-Boot „Rahav“ anzuschauen.

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Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin wird am Mittwoch am frühen Morgen mit einem Helikopter einfliegen und auf dem Flughafen in Kiel Holtenau landen.

Quelle: dpa

Kiel. Zuvor wird er von Ministerpräsident Torsten Albig empfangen. Rund um die Landesregierung wird weiträumig abgesperrt.

Der Staatsgast hat mit „Eins plus“ die höchste aller Sicherheitsstufen. Um einen Anschlag zu verhindern sind weit mehr als 1000 Polizisten im Einsatz. Die Polizei riegelt ab sechs Uhr das Regierungsviertel ab. Die Förde ist ab Höhe Einfahrt Schwentine bis zur Hörnbrücke gesperrt – die Öffnungszeiten um 12.30, 14.15 und 15.15 Uhr werden gestrichen. Auch die Fördedampfer verkehren unregelmäßig. Die Skipper können nicht zu ihren Jachten, die in den Becken drei und vier des Sporthafens Düsternbrook und am Blücheranleger liegen. Taucher haben am Dienstag die Hafenbecken nach Sprengstoff abgesucht.

Der 75 Jahre alte Staatsgast landet mit einem Hubschrauber in Holtenau, dort steigt er in eine Limousine um. Die Route zum Empfang mit Albig um 10 Uhr ist geheim. 1500 Beamte der Landesregierung haben dienstfrei. Trotzdem wird hier jede Bewegung überwacht. Nach der Begrüßung fährt Rivlin zum Klaus-Murmann-Hörsaal der Christian-Albrechts-Universität und spricht dort mit Studenten. Auch diese Fahrt wird von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet, ebenso wie die Rückfahrt zum Kieler Yacht Club, wo der Israeli zu Mittag isst. Anschließend geht es per Schiff zur U-Boot-Besichtigung zur TKMS-Werft. Gegen 16 Uhr dürfte Rivlin zurückfliegen.

Begeistert über den Staatsbesuch ist die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein. „Es ist ein sehr erfreuliches Ereignis“, sagt Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin des Verbandes. Der Besuch zeige, dass es eine freundschaftliche Beziehung zwischen Israel und Deutschland gebe. „Das gibt uns Juden in Schleswig-Holstein ein Gefühl der Sicherheit.“ Mit etwas Glück kann Ladyshenski dem Ehrengast am Mittwoch selbst die Hand schütteln, beim Mittagessen im Kieler Yacht Club. Gereicht wird Fisch sowie ein fleischloses Gericht. Rivlin ist Vegetarier. „Ich hoffe, dass ich mit dem Präsidenten einige Worte wechseln kann“, so Ladyshenski. Eingeladen wurden sie und weitere Vertreter der Jüdischen Gemeinschaft und der Jüdischen Gemeinden von Albig.

Von Günter Schellhase und Ulf B. Christen

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

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Foto: Der israelische Präsident Reuven Rivlin (l) wird in Kiel von Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) begrüßt.

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