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Sie ist die erste Frau an der Spitze

Agentur für Arbeit Sie ist die erste Frau an der Spitze

Die Agentur für Arbeit Kiel wird erstmals von einer Frau geleitet: Petra Eylander (57) steht seit dem 1. Oktober an der Spitze der Behörde mit etwa 1000 Mitarbeitern. 

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Sie wünscht Petra Eylander (links) als neuer Leiterin der Arbeitsagentur Kiel „stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel“: Margit Haupt-Koopmann, BA-Chefin der Regionaldirektion Nord, übergibt die offizielle Ernennungsurkunde an die 57-Jährige.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Am Freitag wurde sie im Rahmen einer Feierstunde von Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit (BA), offiziell in ihr Amt eingeführt. „Ich freue mich sehr über die neue Aufgabe und die große Herausforderung“, sagte Eylander.

Herausforderungen des Strukturwandels angehen

Die gebürtige Heiderin, die seit 1988 in Kiel lebt, folgt auf Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, der die Agentur 15 Jahre lang geführt hat und nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Mit Ihnen verlässt eine Institution den Arbeitsagenturbezirk Kiel, Sie haben auf vielen Ebenen Reformen erfolgreich vorangetrieben“, sagte Haupt-Koopmann. Der Wechsel an der Spitze der Arbeitsagentur falle in eine Zeit mit besonderen Herausforderungen. Denn trotz der niedrigsten Arbeitslosenzahl in einem September seit 24 Jahren seien 10.000 arbeitslose Jugendliche und 34.000 Langzeitarbeitslose für den Norden viel zu viel. Auch die Themen Fachkräftesicherung, Integration von Schutzsuchenden und Digitalisierung der Arbeitswelt würden die Agentur vor große Herausforderungen stellen, betonte Haupt-Koopmann: „Es darf keine Verlierer des Strukturwandel geben.“ Die neue Agentur-Chefin sei deshalb „die richtige Frau am richtigen Platz“, um Lösungen für die anstehenden Aufgaben zu finden.

Zielgerichteter auf dem Arbeitsmarkt vermitteln

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit will Petra Eylander deshalb auf die Förderung von Jugendlichen richten: „Alle Arbeitsmarktpartner müssen diese Aufgabe gemeinsam angehen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Eine auch für Kiel geplante Jugendberufsagentur sei ein wichtiger Schlüssel dazu. Ging es früher eher um die Quantität der Vermittlung, müsste jetzt noch zielgerichteter für den Bedarf des Marktes qualifiziert werden, sagte Eylander.

Seit 1978 arbeitet die verheiratete Diplom-Verwaltungswirtin für die BA, unter anderem in Führungspositionen in Nürnberg, Uelzen und Heide. Zuletzt leitete sie ein Projektteam zur Integration von Schutzsuchenden in Ausbildung und Arbeit in der Regionaldirektion Nord. Und immer wenn es die Zeit zulässt, steht die ehemalige Zweitliga-Tischtennisspielerin für den Kieler TB Brunswik in der Landesliga-Frauenmannschaft an der Platte. Oft mit Erfolg.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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