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Der Himmel wird leuchten

Silvester im Norden Der Himmel wird leuchten

Silvester werden wieder Feuerwerkskörper im Wert von mehreren Millionen Euro in die Luft gehen. Und jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Unfällen mit Verletzungen und zu Bränden. Die Feuerwehr rät zur Besonnenheit.

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Das Silvester-Feuerwerk über der Hörn ist ein Hingucker. Die Feuerwehr mahnt: Raketen, Böller und Fontänen sind nur im Freien zu verwenden. Wenn sie auf Balkonen oder in Kellerschächten landen, können sie dort Brände auslösen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Die Gründe sind fast immer leichtsinniges und unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern“, sagt Holger Bauer von Landesfeuerwehrverband: Viele Verletzungen und Schäden ließen sich durch vorsichtiges Handeln vermeiden. Lärmbelästigungen durch Knallerei außerhalb der Zeiten an Silvester und Neujahr sind nicht erlaubt. Menschen mit Fluchterfahrungen können sensibel auf Böller reagieren.

 Wer ein unbeschwertes Silvester feiern möchte, sollte diese Tipps des Landesfeuerwehrverbandes beherzigen: Feuerwerkskörper und Raketen gehören nicht in die Hände von Kindern. Nur gemeinsam mit Erwachsenen dürfen sie gezündet werden. Grundsätzlich sind Raketen, Böller und Fontänen nur im Freien zu verwenden. Wenn sie auf Balkonen oder in Kellerschächten landen, können sie dort Brände auslösen. Deshalb sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben.

 Ganz wichtig ist es, die Gebrauchsanleitung zu beachten und genügend Abstand zu Menschen, Tieren sowie Häusern, Mülltonnen und Autos zu halten. Bei Reetdächern ist besondere Vorsicht und großer Abstand geboten. Außerdem sind regionale Feuerwerksverbote der Ordnungsbehörden zu beachten. In Kiel ist die Knallerei zum Schutz der Wasservögel in Parks mit Wasserflächen verboten.

 Nur gekennzeichnetes Feuerwerk ist zugelassen und knallt nicht viel stärker als erwartet, so Bauer. Jeder sollte beim Kauf auf das BAM-Prüfzeichen (Bundesanstalt für Materialprüfung) achten. Raketen müssen immer senkrecht in den Himmel geschossen werden und gehören nicht in die Hand. Eine mit Wasser gefüllte Getränkeflasche oder ein Eimer mit Sand ist eine gute Startrampe. Böller und anderes Feuerwerk sollten auf dem Boden liegend beziehungsweise stehend angezündet werden – danach schnell weggehen. Blindgänger gehören sofort entsorgt.

 Vor der Jahreswende kann man bereits einiges tun, um Schäden an Haus und Hof zu verhindern, sagt der Feuerwehrmann. Türen und Fenster der Wohnung sollten geschlossen bleiben, damit sich kein Feuerwerk hinein verirrt. Mülltonnen, Papiertonnen und Gelbe Säcke sollten soweit wie möglich sicher verwahrt werden.

 Auch das Auto sollte an einem sicheren Ort stehen – am besten in der Garage. „Laternenparker“ können versuchen, ihr Fahrzeug in ruhigen Seitenstraßen abzustellen und belebte Kreuzungen sowie bekannte Feierplätze in der Nachbarschaft zu meiden. Wer zwischen 23.30 und 1 Uhr mit dem Auto unterwegs ist, sollte langsam fahren, die Fenster geschlossen halten, „Feuerwerkern“ ausweichen und gegebenenfalls anhalten. Das Durchfahren eines Privatfeuerwerks provoziert Attacken auf das Auto.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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