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Premiere: Tag des Kinderliedes

Singen erwünscht Premiere: Tag des Kinderliedes

Am Freitag, 18. September, ist es soweit: Kleine und große Musikbegeisterte kommen beim ersten Tag des Kinderliedes in Kiel zusammen. Initiator und Veranstalter des Konzertes ist Matthias Meyer-Göllner. Für den Kinderliedermacher und Musikpädagogen ist Kiel der beste Ort, um eine solche Premiere zu wagen.

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Nachdem der Kinderliederkongress in Hamburg eingestellt wude, erfand der Musikpädagoge aus Kiel, Matthias Meyer-Göllner, den Tag des Kinderliedes.

Quelle: Sonja Paar

Wie kamen Sie auf die Idee, dem Kinderlied einen ganzen Tag zu widmen?

 Dafür gab es eigentlich zwei Gründe. Erstens liegt mir das Kinderlied an sich schon sehr am Herzen – schließlich bin ich auch Kinderliedermacher. Darüber hinaus wurde vor zwei Jahren leider der Kinderliederkongress, der alle drei, vier Jahre in Hamburg stattfand, eingestellt. Also habe ich überlegt, welches Medium man schaffen könnte, in dem mehr über Kinderlieder nachgedacht wird. So kam ich auf die Idee, einen Tag des Kinderliedes zu veranstalten.

Und das in Kiel statt in Hamburg?

Richtig. Ich bin ja Kieler. Das ist schon mal der Hauptgrund. Außerdem haben wir immer sehr gute Erfahrungen mit ähnlichen Konzerten hier gemacht. Auch für dieses Kinderliedfestival konnte ich mir kaum einen schöneren Ort vorstellen als die Freilichtbühne auf der Krusenkoppel. Zur Kieler Woche sind die Konzerte dort für viele Familien mit Kindern ein fester Bestandteil im Festkalender. Für ein Mitmachfestival ist die Krusenkoppel und Kiel im Allgemeinen ein super Platz.

Warum sind Kinderlieder in Ihren Augen so wichtig?

 Nun, es geht um Musik und Poesie von Anfang an. Fast jeder Mensch kennt irgendwelche Kinderlieder. Auch oder gerade Erwachsene verbinden mit diesen Stücken sehr oft Erfahrungen, die sie gar nicht so recht in Worte fassen können – außer eben mit diesen Liedern. Werke wie etwa „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ sind generationenübergreifend. Sie verbinden Kinder mit Eltern und Enkel mit Großeltern. Solche Erfahrungen sind spannend und wichtig. Und genauso wichtig ist es auch, sich über dieses Phänomen Gedanken zu machen. Das haben wir mit diesem Tag nun vor – auch aus professioneller Sicht.

Inwiefern?

Bevor die Konzerte am Nachmittag beginnen, gibt es einen Fach-Vormittag. Eine Fachtagung für Liedermacher und Pädagogen. Hier können wir uns untereinander austauschen, bevor es später dann an das Musizieren geht.

Was erwartet die Zuhörer am Freitag?

Unser Ziel ist es, das Kinderlied von vielen verschiedenen Seiten zu beleuchten. Wo steht das Kinderlied heute? Entsprechend vielfältig ist auch das Programm. Mal steht da der klassische Liedermacher mit Gitarre auf der Bühne, mal eine Band, der man eher einen Popcharakter zuschreiben würde, und mal ein Kinderchor – denn auch das gehört dazu. Nicht nur Lieder für Kinder, sondern auch solche von ihnen beziehungsweise von ihnen vertont.

Sie kündigen das Festival als ersten Tag des Kinderliedes an. Sollen denn weitere Tage folgen?

Das ist natürlich schon unsere Intention. Die Idee ist, dass dieser Tag zu einer Institution wird. Natürlich hängt das Ganze auch maßgeblich von der Resonanz ab. Es bleibt also abzuwarten.

Interview: Alev Dogan

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Ein Artikel von
Alev Doğan
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