2 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
„Hüterin der Quelle“ bleibt für immer

Skulptur von Gisela Milse „Hüterin der Quelle“ bleibt für immer

Die Skulptur „Hüterin der Quelle“, erschaffen von der Künstlerin Gisela Milse, steht seit 2004 als Dauerleihgabe und Blickfang am Ufer des großen Teichs. Am Dienstag erlebte das Kunstwerk im Beisein der Gärtner und vieler Gäste eine zweite feierliche Enthüllung, diesmal als Eigentum des Botanischen Gartens.

Voriger Artikel
Enkeltricks und Raub: Polizei bittet um Hinweise
Nächster Artikel
Erlebnisreiche Seemeilen mit dem „Seestern“

Harfenistin Christine Högl, Gartenkustos Martin Nickol, der Fördervereinsvorsitzende Hans Kinzig, Gisela Milse und Martin Skaruppe, Vorstand Förde Sparkasse, bei der feierlichen Übergabe der „Hüterin der Quelle.“

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Die Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse sowie der Freundeskreis des Botanischen Gartens haben es der Künstlerin abgekauft.

 Was für ein Stillleben: Zwischen Urweltmammutbäumen und Sumpfzypresse ruht die „Hüterin der Quelle“ auf ihrem wellenförmigen, drei Tonnen schweren Leib, dahinter dümpeln Seerosen still an der Teichoberfläche. Eine Oase für Natur- und Kunstliebhaber gleichermaßen – und in den Augen von Künstlerin Gisela Milse der perfekte Standort für ihre Skulptur aus Obernkirchner Sandstein. „Ich fühle mich diesem Garten sehr verbunden und freue mich, dass die ,Hüterin der Quelle’ dauerhaft bleiben kann.“ Die Bildhauerin und Grafikerin aus Radbruch bei Lüneburg hatte ihre Skulptur 2004 im Rahmen einer Ausstellung im Botanischen Garten der Christian-Albrechts-Universität aufgestellt und als Dauerleihgabe am Fuße des Alpinums stehen lassen. „Einen schöneren Platz kann ich mir gar nicht wünschen.“ Trotzdem packte sie die Skulptur aus der Reihe „Meerweiber“ in den vergangenen zwölf Jahren auch mal ein, um sie zum Beispiel bei einer Ausstellung in Bissee zu zeigen.

 Mehrere Versuche eines Ankaufs waren nach Angaben von Gartenkustos Martin Nickol in den vergangenen Jahren am Kaufpreis des Kunstwerks in Höhe von 5800 Euro gescheitert. „Es wäre sehr traurig gewesen, es davonschwimmen zu sehen.“

 Doch soweit sollte es nicht kommen: Die Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse spendete 4800 Euro, sodass der Freundeskreis mit weiteren 1000 Euro in der Lage war, die „Hüterin der Quelle“ zu erwerben. Begleitet von stimmungsvollen Harfenklängen der Harfenistin Christine Högl wurde sie daher ein zweites Mal im Garten willkommen geheißen – und diesmal für immer übergeben. „Sie ist eine große Bereicherung“, betonte Nickol. „Jeder Garten braucht einen Fokus, einen Punkt zum Innehalten.“ Daher sei die Verbindung von Kunst und Natur im Botanischen Garten ideal. 16 Kunstwerke sind zurzeit auf dem rund acht Hektar großen Areal ausgestellt, darunter auch „Urkraft“, eine zweite Arbeit von Gisela Milse.

 Seit 20 Jahren fördert der Freundeskreis des Botanischen Gartens mit aktuell mehr als 600 Mitgliedern zahlreiche Projekte zur Entwicklung des Gartens. Dazu zählen nicht nur Kunstprojekte, sondern auch Baumaßnahmen, Gartenpädagogik, Erlebnisflächen und Veranstaltungen. Die Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse ist der Zusammenschluss einer offenen Anzahl von Stiftern, die dauerhaft gemeinnützig in der Region wirken wollen. Sie vereinigt viele Stifter mit teilweise gleichen, aber auch verschiedenen Stiftungszielen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3