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Badespaß mit Sonnenkraft?

Solarthermie im Eiderbad Badespaß mit Sonnenkraft?

Nicht nur saniert, sondern „zukunftsfähig“ gemacht werden soll das Eiderbad in Hammer. So formuliert es Torsten Stagars, der sportpolitische Sprecher des SPD-Ratsfraktion.

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Ortstermin im Eiderbad: Ans Schwimmen war für die Vertreter von SPD, Grünen, SSW und der Stiftung Drachensee trotz des schönen Wetters nicht zu denken. Das undichte Hauptbecken ist abgesperrt und soll kommendes Jahr saniert werden.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Konkret bedeutet das zwei Kernforderungen: Das bisher unbeheizte Bad soll mit einem langlebigen Edelstahlbecken ausgestattet werden – und mit Solarthermie, die das Wasser erwärmt.

Wie am Donnerstag bei einem Lokaltermin im Eiderbad deutlich wurde, findet der SPD-Vorstoß auch die Unterstützung der Kooperationspartner im Rathaus. Lydia Rudow von den Grünen und Sven Seele vom SSW versicherten, dass gerade die Idee mit der Solarthermie von großem Charme sei. Praktisch keine Betriebskosten, dafür aber warmes Wasser, das längere Öffnungszeiten erlaubt und überhaupt mehr Besucher lockt, so stellen sich aus Sicht der Mehrheitsfraktionen die größten Vorteile einer solchen Lösung dar. Nicht zuletzt erhoffen sich die Kommunalpolitiker auch Fördermittel vom Land.

Bisher lediglich Prüfauftrag

Beschlossen ist gleichwohl noch nichts. SPD, Grüne und SSW haben lediglich den Auftrag an die Verwaltung vergeben, das Thema Warmwasser mit Sonnenkraft hinsichtlich Technik und Kosten zu prüfen. Einbezogen werden sollen dabei die Kompetenzen der Uni und der Fachhochschule Kiel. Die mögliche Erweiterung der Bautätigkeiten im Eiderbad soll zu keinen Verzögerungen führen. Wichtig sei, die Solarthermie gleich mitzudenken, meint Lydia Rudow. Vorstellbar ist für sie, dass das undichte Becken pünktlich zur Saison 2017 saniert wird und die Solaranlage im Zweifel ein Jahr später kommt.

Sollte es in Hammer wie erhofft klappen mit der Kombination aus Sonne und Badespaß, könnte das Beispiel Schule machen. Von einem „Pilotprojekt mit Blick auf Katzheide“ spricht jedenfalls Torsten Stagars. Was bedeutet, dass das früher oder später ebenfalls sanierungsbedürftige Gaardener Sommerbad in Zukunft ebenfalls mit Hilfe der Sonne warmes Wasser erzeugen könnte.

Die Sanierung des Eiderbads geht derweil am 14. Juni, wenn der Ausschuss für Schulen und Sport tagt, in die nächste politische Runde. Bis dahin will die Verwaltung detaillierte Angaben zu Kosten und Varianten vorlegen. Einen konkreten Baubeschluss könnte die Ratsversammlung dann womöglich noch vor den Sommerferien fassen.

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