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Entspannter Spaß im Eiderbad

Sommerfest Entspannter Spaß im Eiderbad

„Ziemlich gruselig.“ Mit diesen zwei Wörtern fasst Bernd Huck den bisherigen Saisonverlauf im Eiderbad zusammen. Kühl war es beim und nach dem Auftakt am 22. Mai, völlig verregnet präsentierte sich die erste Zeit der Sommerferien. Nun jedoch hofft der Betriebsleiter von der Stiftung Drachensee auf eine Trendwende. Das Sommerfest am Sonnabend markierte vielleicht immerhin einen Anfang.

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Charlotte, Milena und Zou (von links) freuten sich übers Sommerfest im Eiderbad.

Quelle: mag: Martin Geist

Hammer.  Bei 19 Grad in der Luft und 17 Grad im Wasser konnte zwar nicht gerade von lauschigen Bedingungen die Rede sein, doch im norddeutschen Sommer 2015 gibt man sich halt schon mit wenig zufrieden. Zumal dann, wenn noch persönliche Glücksmomente hinzukommen. Etwa bei Magdalena Plarreiva-Helbik, die pure Freude ausstrahlte. „Sehr schön, Kaja ist begeistert.“ Neun Monate jung ist Kaja Hanna, und am Sonnabend war sie zum allerersten Mal in ihrem Leben in einem Freibad. Besonders angetan hatte es ihr dabei der kleine Pool mit den Gummienten, die sie immer wieder ins Wasser schubste.

 Kaja und ihre Mama wohnen in Polen, sind gerade auf Oma-Besuch in Molfsee und außerdem ganz allgemein sehr angetan vom Eiderbad. In ihrer Heimat müsse man schon ziemlich weit fahren, um ähnlich Nettes zu finden, stellt Magdalena Plarreiva-Helbik fest.

 Kaum anders ist die Einschätzung derer, die aus Kiel und Umgebung kommen. Michael Sienknecht hat sich mit seinem achtjährigen Sohn Janik einen Ausflug ins Eiderbad gegönnt und findet diese Freizeiteinrichtung „schon optimal“. Für den Russeer liegt das Bad fast vor der Haustür, die Eintrittspreise sind aus seiner Sicht sehr sozial, und das ganze Umfeld stimmt: „Nicht so groß, eigentlich nie zu voll, und die Leute sind nett.“

 Marion Seemann hingegen zieht für sich persönlich eigentlich den Strand vor. Doch sie ist halt auch Großmutter und tauscht deshalb immer wieder gern Sand gegen Freibad-Rasen. In Hammer, so findet die Kronshagerin, ist es „für den Kleinen optimal.“ Stimmt ganz offensichtlich, denn während die Oma gemütlich auf der Bank sitzt, tummelt sich der zweijährige Shawn vergnügt im Planschbecken auf einem Gummifisch.

 Auch sonst waren die Gäste allseits vergnügt beim Sommerfest, das ganz nach Drachensee-Philosophie kein krachendes Event war, sondern eine Gelegenheit zu beschaulich-entspanntem Zeitvertreib. Torwandschießen, Wasserrutsche, allerhand Gummi-Schwimmtiere in den Becken, das reichte aus für den Spaß. Und dann gab es noch die traditionelle Naschi-Olympiade, bei der es darauf ankam, möglichst schnell Schokoküsse, Brausepulver und andere leckere Sachen zu verzehren. Florentin, der sich ansonsten mit wachsender Begeisterung von der Gummirutsche herabstürzte, war ganz schön stolz auf sich: Seine Naschkünste hatten immerhin für den zweiten Platz gereicht.

 Ganz so gruselig sah nach diesem Sommerfest auch der wettergefrustete Betriebsleiter Huck die Welt nicht mehr. Zwar hätte er sich ein paar Grad mehr und auch ein paar mehr Besucher gewünscht. Aber wie gesagt, im norddeutschen Sommer 2015 ist Bescheidenheit angesagt, und mit etwas Glück könnte dem Rest der Ferien ja tatsächlich noch eine einigermaßen stabile Schönwetterlage beschert sein.

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