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Auch Techniker haben Lampenfieber

Sommeroper „Nabucco“ Auch Techniker haben Lampenfieber

Operngenuss per Satellit: Seit fast einem Monat bereiten Tonexperten die Premiere der Sommeroper „Nabucco“ vor. Am Sonnabend starten die Aufführungen am Rathausplatz in Kiel. „Das ist eine recht aufwendige Geschichte“, erklärt der Hauptverantwortliche und Opus-Geschäftsführer Andreas Waschkowski.

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Anspannung vor der „Nabucco“-Premiere auf dem Rathausplatz: Andreas Waschkowski von Opus ist für die Beschallung verantwortlich.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Bühnenpodium, Orchesterzelt sowie die Tribüne mit 1320 Sitzplätzen und rund 200 Scheinwerfersysteme wurden schon aufgebaut. Nun erfolgt der technische Feinschliff. Über 120 Mikrofone sind für Solisten, Chor und Orchester im Einsatz. Damit ein möglichst gleichmäßiger Klang entsteht, wird ein spezielles Beschallungssystem eingesetzt. „Wir wollen Orchester und Solisten so natürlich verstärken, dass man den technischen Eingriff gar nicht bemerkt“, erklärt Waschkowski. Eine weitere technische Finesse ist das Management der zahlreichen Funkmikrofone. Über 60 Funkfrequenzen gehen im kleinen Radiozelt neben der Bühne ein. Ein technisches Programm überwacht sie und rechnet aus, welche Frequenzen zueinander passen, damit es nicht zu Störungen kommt.

Die Live-Übertragung der Oper in vier Kieler Stadtteile ist gleichermaßen aufwendig. Bis zu 12000 Besucher werden an den vier Übertragungsorten erwartet. Vier Kameras halten das Geschehen vor Ort fest, die Bildregie schneidet das Material und sendet es per Satellit an die Standorte.

 Da der Blücherplatz im vergangenen Jahr besonders gut angenommen wurde, hat Opus dort einige Veränderungen vorgenommen. Im Gegensatz zum Vorjahr wird die Leinwand von der langen Spielplatzseite Richtung Stadt zeigen. So können dort noch mehr Besucher die Freiluftoper genießen. Die LED-Leinwand wurde dementsprechend auf 30 Quadratmeter vergrößert. In den anderen Stadtteilen sind die 15 Quadratmeter großen Leinwände geblieben. Waschkowski hat keinen Lieblingsstandort. „Jeder Platz hat seinen eigenen Charme“, findet er. „Ich bin besonders gespannt, wie der neue Standort in Mettenhof angenommen wird. Die Location um den Heidenberger Teich ist wunderschön.“

 Obwohl Waschkowski und sein Team die technischen Prozesse optimieren und sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, ist die Anspannung vor der Premiere auch bei ihm groß. „Aber Anspannung ist nicht nur negativ, sondern auch eine hohe Form der Konzentration“, so der Geschäftsführer.

Premiere auch ohne Ticket

Die Premiere der Kieler Sommeroper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi wird am Sonnabend ab 19.45 Uhr in die Kieler Stadtteile Gaarden (Vinetaplatz), Mettenhof (Heidenberger Teich), Blücherplatz sowie in die Innenstadt (Bootshafen) live und kostenlos auf tageslichttaugliche Großbildleinwände übertragen. Zur Einstimmung gibt es ab 17 Uhr das familienfreundliche „Küstenkino“: Auf dem Blücherplatz wird „Die Schimmelreiter“ gezeigt. In Gaarden läuft „Dorfpunks“, in Mettenhof „Winnetous Sohn“ und am Bootshafen „Fraktus“.

Für den Bücherplatz bedeutet das: Bevor Großbildwand, Lautsprecher, Festzelttische und Bänke aufgestellt werden können, muss der Platz frei von parkenden Autos sein. Der gesamte Blücherplatz steht daher von Sonnabend, 8 Uhr, bis Sonntag, 10 Uhr, nicht als Parkfläche zur Verfügung. Wer dort „Nabucco“ erleben möchte, sollte am Premierenabend nicht mit dem Auto kommen, sondern zu Fuß, mit dem Rad oder Bus.

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