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Laternenmast mitten im Weg

Sophienblatt Kiel Laternenmast mitten im Weg

Oliver Welke von der „Heute-Show“ hätte dafür ganz sicher den silbernen Vollpfosten verliehen. Anwohner wie Marina Herzer und Nadine Retkowski stehen zumindest vor selbigem: Die Stadt hat am Montag mitten auf dem Gehweg am Sophienblatt zwei Straßenlaternen einbetoniert.

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Der steht total im Weg: Marina Herzer (21, rechts) und Nadine Retkowski (30) sind fassungslos, nachdem am Montag völlig unerwartet ein Laternenpfahl mitten auf dem Gehweg am Sophienblatt direkt vor ihrer Haustür stand.

Quelle: fpr: Frank Peter

Kiel. „Wer macht denn sowas?“, fragen beide fassungslos. Für die Firma Hauser Bestattungen ist der Standort denkbar ungünstig, weil es Probleme beim Ein- und Ausladen der Särge gibt. Der Grund für die neue Erleuchtung: Anfang April hatte Sturm „Niklas“ die alten Lampen heruntergerissen. Ersatz musste her. Die Stadt erklärt, warum die Laternen an diesen Stellen stehen.

 Die alten Lampen hingen an Drähten, die über die Straße gespannt und an den gegenüberliegenden Häusern befestigt waren. Die heftigen Böen des Sturms hatten die Verankerungen aus den Wänden gerissen. Seitdem war es dort dunkel. Am Montag rückten die Arbeiter an und stellten die bestimmt zehn Meter hohen Masten auf. Ein Pfahl steht direkt vor der Haustür des Mehrfamilienhauses von Herzer und Retkowski: „Wir finden, der ist im Weg und muss nicht in der Mitte des Fußweges stehen“, sagen beide ratlos. Sie befürchten, dass das Licht fast direkt vor den Fenstern im dritten Stock ihre Mitbewohner stört. Britta Schellen war nur belustigt ob des zentralen Standortes auf dem Gehweg. „Da kommen kaum Rollis oder Handwagen vorbei“, sagt sie.

 Warum der eine Lampenmast fast direkt vor dem Ladengeschäft von Bestattung Hauser einbetoniert wurde, kann Mitarbeiterin Siri Virgens auch nicht verstehen. „So stört der Pfahl beim Ein- und Ausladen der Särge, wenn wir neue Exponate zeigen wollen und umsortieren“, sagt sie. Zudem stellt das Metallteil ein Hindernis für Träumer und rege Smartphone-Nutzer dar, die während des Gehens meist auf den kleinen Bildschirm blicken.

 Nach Angaben der Stadt sind es die Gegebenheiten im Untergrund, die den Aufstellort bestimmt haben. „Der Verlauf von Gas-, Wasser-, Fernmelde- und Stromleitungen schränkten die Position auf die gegenwärtige Lage im Gehwegbereich ein“, erklärt Joachim Kläschen aus dem Presseamt. Die für den Rollstuhlverkehr vorgeschriebene Breite von 1,50 Meter werde eingehalten. Ferner wurden die Masten so platziert, dass keine Eingangstüren versperrt und die Sicht aus Fenstern nicht beeinträchtigt wird, so der Sprecher. In Zukunft sei geplant, die Mittelinsel im Sophienblatt zwischen Rondeel und Marthastraße zu schließen. Dann würden die Beleuchtungsmasten in die Mittelinsel versetzt und vom Gehweg entfernt.

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