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Aufbruch im Anscharpark

Spatenstich für Bauprojekt Aufbruch im Anscharpark

Erster Spatenstich im Marinequartier: Inmitten denkmalgeschützter Häuser entstehen 153 neue Wohnungen.

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Beim Spatenstich im Anscharpark (von links): Sven Auen (WoGe), Stefan Binder (BGM), Bürgermeister Peter Todeskino, Jan Riecker (Gemeinnütziges Wohnungsbauunternehmen Eckernförde) und Bernd Hentschel (Wankendorfer) sowie die beiden Architekten Michael Richter (Schnittger) und Jan Schulz (BSP).

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Ein Quartier mit buntem Mix entsteht in der Wik: Nach zwei Jahren Planung war am Dienstag der Spatenstich im Anscharpark. Neun neue Häusern mit 153 Wohnungen sollen in das historische Ensemble mit denkmalgeschützten Gebäuden integriert werden. Drei alte Häuser wurden abgerissen, weil sie wegen ihrer desolaten Bausubstanz nicht mehr erhalten werden konnten. Die Bauträger sind vier Genossenschaften, die 33 Millionen Euro investieren. Bis zum Herbst werden drei Straßen gebaut. 2017 sollen die Mietwohnungen fertig sein.

 „Schneller hätte es nicht gehen können. Wie danken der Stadt, dass sie uns so viel Vertrauen entgegengebracht hat“, sagte Stefan Binder, Sprecher der Bauträger. Mit an dem Projekt beteiligt ist die Baugenossenschaft Mittelholstein mit 47 Wohnungen, das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Eckernförde (28), die Wohnungs-Genossenschaften Kiel (28) und die Wankendorfer (50). Die Grundstücksfläche beträgt fast 30000, die Wohnfläche insgesamt etwa 11000 Quadratmeter. Unter dem Areal entsteht eine Tiefgarage mit 130 Stellplätzen. Insgesamt standen auf dem Gelände 15 Häuser, von denen zwölf erhalten wurden. Auf der frei gewordenen Fläche der drei abgerissenen Gebäude werden die neuen hochgezogen.

 „Menschen aller Generationen, Lebensformen und Nationen sollen sich hier zu Hause fühlen“, sagte Binder. Auch leises Gewerbe wie Büros oder Kanzleien könnten dort einziehen. Besonders attraktiv sei die Nähe zu den jungen Künstlern im Atelierhaus, die sich auf alle im Quartier inspirierend auswirken könnte. Der Sprecher hob die Lage hervor: Der Anscharpark gehöre zum maritimen Viertel, man sei in wenigen Schritten am Nord-Ostsee-Kanal und an der Förde. Auch die Infrastruktur sei gut. „Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte liegen gleich um die Ecke. Die Anbindung an den ÖPNV ist gegeben“, so Binder.

 Doch bis hier Leben einzieht, steht noch viel Arbeit an: Vom Abriss der drei verfallenen Gebäude liegt ein riesiger Schuttberg auf dem Areal, der vor Ort für den Straßenbau verwendet wird. Sind die Wege im Herbst fertig, wird die Grube für die Tiefgarage ausgehoben. Erst dann beginnen die Arbeiten für die neun Häuser, die alle auf dem neuesten energetischen Stand sein werden. Die Wohnungsgrößen variieren von ein bis fünf Zimmern. Auch Balkone sind geplant. Etwa ein Drittel der Wohnungen sollen mit Landesmitteln gefördert werden. „Die Mieten liegen zwischen 5,65 und neun Euro pro Quadratmeter“, sagte Binder.

 „Ich freue mich über das Lob mit der Zusammenarbeit. Mit dem Quartier wird sich die Wohnsituation in Kiel verbessern“, sagte Bürgermeister Peter Todeskino. Das Projekt sei Bestandteil des Masterplans Wohnen, den Oberbürgermeister Ulf Kämpfer auf den Weg gebracht habe. Die Stadt habe immer an das Quartier geglaubt und freue sich, dass die Anmutung des alten Ensembles erhalten bleibe. Todeskino: „Ich hatte Tränen in den Augen, wie die Gebäude über Jahrzehnte vergammelt sind.“

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Günter Schellhase
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