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Forscher stellen ihre Arbeitsplätze vor

Spaziergänge in Wissenschaft Forscher stellen ihre Arbeitsplätze vor

Das Konzept geht auf: Das städtische Referat für Wissenschaft lädt erfolgreich zu Spaziergängen hinter den Kulissen des Kieler Hochschul- und Wissenschaftsbetriebs ein.

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Doktorandin Aylin Bicakci (rechts) führte die circa 25 Besucher des jüngsten Wissenschaftsspaziergangs durch die Räume des Instituts für Mechatronik an der Fachhochschule Kiel.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Denn auch wenn Kiel mittlerweile als Forschungsstandort punktet, so ist das Wissen darüber, woran und in welchem Ausmaß an Innovationen getüftelt wird, noch weitgehend unbekannt. So freut sich Kerstin Dronske, dass die Kieler die Möglichkeit, ihre Hochschulen zu Fuß besser kennenzulernen, gut annehmen. Etwa 25 Gäste zählte jetzt die Fachhochschule, als sie aus ihrem Alltag berichtete – inklusive Laborrundgang durch die Mechatronik.

Doch wie es sich für eine Hochschule gehört, kam vor dem Spaziergang unter dem Motto „Innovativ, praxisnah, grenzüberschreitend“ erst einmal die Theorie. Dr. Gerd Küchmeister, Beauftragter des Präsidiums für Technologietransfer, und Julia Gleser überraschten die Besucher im Foyer der Mehrzweckhalle mit beeindruckenden Zahlen: Die Kieler Fachhochschule ist mittlerweile mit 7100 Studierenden die zweitgrößte Hochschule des Landes. Sie bietet 35 Studiengänge an und wirbt über den Grundhaushalt von 23 Millionen Euro weitere 10,5 Millionen Euro an sogenannten Drittmitteln ein: Das Geld aus der Industrie oder von Forschungsorganisationen kommt praxisnahen Projekten zugute.

Es gibt sogar schon Stammgäste

Etwa „Furgy clean“, ein deutsch-dänisches Vorhaben im Bereich erneuerbarer Energien: Ziel sei es dabei, unter anderem ein kleines Handbuch über „Energiesprache“ zu entwickeln, um Verbraucher und Experten beider Länder besser zusammenbringen zu können, erklärte Projektmitarbeiterin Karina Hoffmann. „Wie sieht ihr ihr Alltag aus?“, fragte eine Besucherin, woraufhin die junge Forscherin sich als Schreibtischtäterin beschrieb, die Literatur und Datenbanken durchforstet, sich mit Projektpartnern abstimmt, Veranstaltungen präsentiert und Berichte veröffentlicht.

Danach marschierte die Truppe ins Labor der Mechatroniker. Gabriele Ludwig, die mit einer Freundin zum Wissenschaftspaziergang gekommen ist, bezeichnete sich wie auch Jutta Riede (78) schon als Stammgast: „Ich will mehr wissen über die Wissenschaft in Kiel. Als frühere Lehrerin liebe ich das Lernen.“ Ein Maschinenbauer aus Gettorf wollte dagegen seinem Sohn Conrad (13) Einblicke in potenzielle spätere Berufsfelder ermöglichen.

Im Labor wartete bereits Doktorandin Aylin Bicaki darauf, die Gäste in die Geheimnisse des Sinterns mit Silberpaste, ein Verfahren zur Herstellung oder Veränderung von Werkstoffen, einzuführen. Eine Technologie anstelle von Löten, erklärte Aylin Bicaki, um Leistungselektronik-Module für Elektroautos und Windenergieanlagen herzustellen. Nach einem Blick durch die gelbgetönten Scheiben zum Reinraum ging es zum Abschluss ins Analyselabor.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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