7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
So olympisch wird Kiel

Special Olympics 2018 So olympisch wird Kiel

Genau acht Monate vor Eröffnung der nationalen Special Olympics in Kiel wurden bei der Auftaktpressekonferenz in der Sparkassenarena die Programmpunkte, Sportstätten und die Gesichter der Spiele vorgestellt.

Voriger Artikel
Mehr als nur ein warmes Essen
Nächster Artikel
Laute Segel in windigen Wellen

Vorgeschmack auf die Special Olympics in Kiel 2018: Handball inklusiv mit den THW-Spielern Rune Dahmke und Steffen Weinhold.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Auch wenn am heutigen Mittwoch in Lima die Olympischen Sommerspiele 2024 an Paris und nicht an Hamburg und Kiel vergeben werden, wird Kiel doch olympisch. Von Montag, 14. Mai, bis Freitag, 18. Mai 2018, werden die nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung, die Special Olympics, in Kiel ausgetragen. "Normalerweise müsste ich heute wehmütig sein, denn wir wollten 2024 eigentlich auch dabei sein", räumte Ulf Kämpfer ein. "Aber wenn ich zurückdenke und wir jetzt diese tolle Gelegenheit bekommen haben, dann hat das alles seine Richtigkeit", sagte der Oberbürgermeister.

Laut Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland (SOD) und Vorsitzender des Organisationskomitees (OK) werden im kommenden Jahr zu den Spielen rund 13.000 Teilnehmer in Kiel erwartet, darunter allein 4000 Athleten - und damit mit mehr als zu Olympischen Weltspielen, dazu Betreuer, freiwillige Helfer, Fans, Schüler und Tagesgäste.

"Gemeinsam stark", so lautet das Motto der Veranstaltung. "Wir hoffen, dass von den Spielen in Kiel nachhaltige Impulse in die ganze Region ausgehen", sagte SOD-Präsidentin Christiane Krajewski. Sie hoffe, dass der Gedanke der Inklusion nicht nur in den Köpfen weiterbewegt werde, sondern auch ganz praktisch im Sport, in der Gesellschaft, in der Bildung und an ganz vielen Orten. Krajewski appellierte an die "ganz normalen Menschen in Kiel und Umgebung" sich zu beteiligen, damit es keine exklusive Veranstaltung werde: "Wir bitten ganz herzlich: Seien sie alle dabei."

Mit dabei sind bereits zwei Handballspieler des THW Kiel: Rune Dahmke und Steffen Weinhold. Die beiden Nationalspieler und amtierenden Europameister sind zusammen mit den aktiven Special-Olympics-Athleten Michaela Harder, Christoph Bertow und Pierre Petersen die Gesichter der Spiele 2018 in Kiel und demnächst auf Plakaten und Flyern zu sehen. Im Leistungssport könne es schnell passieren, dass man den Grundspaß am Sport verliere, gab der Kieler Rune Dahmke zu, beim Fotoshooting mit den Special-Olympics-Athleten habe er ihre Begeisterung und ihren Spaß gespürt und ihm sei bewusst geworden, "dass man das nicht aus dem Auge verlieren sollte".

IHK-Geschäftsführer Klaus-Hinrich Vater unterstrich unterdessen die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung: "Wir haben die wunderbare Chance ein erstklassiges Standortmarketing zu betreiben." Die Region und auch die Unternehmen könnten sich als sportaffin, weltoffen als verantwortlich gegenüber der Gesellschaft zeigen. Die Kosten der Veranstaltung sollen sich auf rund 1,3 Millionen Euro belaufen. Je 250000 Euro tragen Stadt und Land bei, 800000 Euro sollen durch Spenden eingeworben werden.        

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Karen Schwenke
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3