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400 000 Euro für Sanierung

Sportanlage in Mettenhof 400 000 Euro für Sanierung

Hochbetrieb herrscht auf der Schul- und Vereinssportanlage in der Mettenhofer Vaasastraße. Statt Läufer drehen allerdings Bagger und Laster ihre Runden auf den Bahnen.

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Thomas Latzko und Marco Scheel (von links) prüfen mit dem Richtscheit, ob die Tragschicht schnurgerade aufgebracht wurde.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Die Stadt Kiel nutzt die Sommerferien, um den Leichtathletikbereich des insgesamt 10000 Quadratmeter großen Areals komplett zu sanieren. Ende August, mit Schulbeginn und pünktlich zur Jubiläumsfeier des Turn- und Sportvereins Hasseldieksdamm/Mettenhof (TuS H/M) werden die Arbeiten enden – so der sportliche Plan.

 Risse und tiefe Unebenheiten auf der Laufstrecke, die Kugelstoßanlage in Teilen völlig überwuchert, die Weitsprung- und die Hochsprunganlagen reparaturbedürftig – so präsentierte sich der Sportplatz, der Mitte der siebziger Jahre als Bezirkssportanlage der Stadt angelegt wurde, noch im vergangenen Jahr. Die Anlage dient den Leichtathleten und Fußballern des TuS H/M ebenso als Übungsplatz wie den Schülern aller drei Schulen des Bildungszentrums Mettenhof (BMZ). „Doch ein ordentliches Training war ob des Zustandes lange nicht mehr möglich“, erklärt TuS-Vorsitzender Hans-Jürgen Bauer. Das soll sich jetzt ändern: Das Amt für Sportförderung hat in diesem Jahr für die Sanierung des 4500 Quadratmeter großen Leichtathletikbereiches gute 400 000 Euro bereitgestellt.

 „Mit den vorbereitenden Maßnahmen haben wir bereits Ende vergangenen Jahres begonnen“, erklären Amtsleiter Ralf Hegedüs und Thomas Görtz, Abteilungsleiter für Sporthallen und Sportplätze, „in diesem Jahr finden die eigentlichen Sanierungsarbeiten statt“. Dazu gehören die Wiederherstellung der Hoch- und Weitsprunganlage, der Kugelstoßanlage sowie die Sanierung der 400 Meter langen Laufstrecke. Die vier Bahnen wurden etliche Zentimeter tief ausgekoffert, um eine Drainage zu installieren. Zum Rasenplatz hin sorgt ebenfalls eine neue Oberflächendrainage für trockene Bahnen, berichtet Thomas Görtz.

 Mit den Arbeiten hat das Amt die Firma Weitzel Sportstättenbau aus Tornesch (Kreis Pinneberg) beauftragt, die Kieler Firma Landschaftsarchitekten Siller BDLA übernimmt Planung und Bauleitung. „Wir arbeiten heute mit 16 Mitarbeitern auf der Baustelle“, erklärt Baustellenleiter Bernd Wiencke (Firma Weitzel). Bei strahlendem Sonnenschein tragen die Arbeiter die heiße Tragschicht auf die Anlaufbahn der Weitsprunganlage auf. Am anderen Ende des Areals kippen Laster den Kies für den Untergrund auf die Laufbahnen. Auch dort werde voraussichtlich in der kommenden Woche eine rund fünf Zentimeter dicke Tragschicht aufgebracht, auf die in einem nächsten Schritt die Spritzbeschichtung aus Kunststoff komme, erklärt Volker Stapel (Landschaftsarchitekten Siller) das Verfahren.

 Auf der Kugelstoßanlage wird im Anschluss – in Absprache mit den Schulen und dem Verein – Rasen gesät, auf dem die Schüler trainieren können, erklärt Hegedüs. Mit den Arbeiten sei man „sehr gut im Zeitplan“, bekräftigen alle. „Wir sollten zu Schulbeginn fertig sein.“ Darüber freut sich auch der TuS H/M, der im September, wie berichtet, sein 50-jähriges Bestehen feiert. Und ein sanierter Sportplatz, finden die Mitglieder, ist das beste Geburtstagsgeschenk, das die Stadt hätte machen können.

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