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Sportlicher Treffpunkt für Kiel

Eine neue Kletterhalle soll Kiel nach oben bringen Sportlicher Treffpunkt für Kiel

Unhandlich erscheinen sie auf den ersten Blick, erinnern an Phantasiefiguren und sind neonbunt wild durcheinander an den grau-blauen Wänden angebracht. An solchen Griffen hängt Lars Zimmermann im „Nordbloc", der neuen Kletterhalle im Grasweg.

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Lars Zimmermann erklimmt die Wand über die lilane Route.

Quelle: Imke Schröder

Kiel. Vor sieben Jahren kam der 24-Jährige zum Klettern. „Über eine Ferienaktion, dann bin ich dabei geblieben“, erzählt der Student der Sozialen Arbeit. Bisher klettert er im Kletterkeller am Südfriedhof. „Es ist ein sehr umfangreiches Training, man trainiert dabei alle Muskeln und Sehnen“ erklärt Zimmermann sein Hobby. „Außerdem gefällt mir der Nervenkitzel.“ Höhenangst kann in der neuen Kletteranlage allerdings nicht aufkommen. Die Wände für das Klettern ohne Seil - offiziell Bouldern genannt - sind nicht höher als 4,50 Meter. 

Bouldern für Jedermann

Arne Winkler studierte Bauingeneurwesen, jetzt eröffnet er eine Kletterhalle. Mit farbenfrohen Wänden und vielen Möglichkeiten für Jedermann will er die Kieler zum Klettern animieren. „Ich glaube, dass die Anlage in Kiel einen wahnsinnigen Anklang findet und hoffe natürlich, dass unser Angebot so überzeugend ist, dass die Leute einfach mal herkommen.“ 

Der 29-jährige Geschäftsführer fing vor elf Jahren mit dem Bouldern an. „Ich war erst in einem Fitnessstudio angemeldet, aber das war ziemlich langweilig“, erzählt er. „Beim Klettern ist jede Bewegung reizvoll an sich, es gibt immer neue Abläufe.“ Eine Seilkletteranlage wie im Sportforum der Uni Kiel plant Winkler aber für das kommende Jahr. Dafür müssten dann die Beachvolleyballfelder weichen. 

Gestaltung mit Wiedererkennungswert

Der geräumige Nordbloc ist in zwei Ebenen aufgeteilt, mehrere abgetrennte Bereiche bieten unterschiedlichste Kletterrouten. Im Eingangsbereich gibt es ein Café, zwischen den Kletterwänden eine Tribüne zum Treffen und Schnacken. Zudem steht die Meisterschaftswand genau gegenüber dieser Tribüne. Auch ein „Dach“, eine Wand, an der die Kletternden fast horizontal hängen, ist für die Geübten vorhanden. Anfängern geben zum Beispiel die weißen und orangenen Griffe guten Halt. Um an den steinförmigen Griffen in rot oder gelb wie Lars Zimmermann Halt zu finden, ist schon etwas mehr Erfahrung nötig. Zwischen den Kletterwänden sind die Böden mit riesigen Matten gepolstert. Mit der räumlichen und farblichen Gestaltung hofft Winkler auf ein Alleinstellungsmerkmal mit Wiedererkennungswert. 

Ob die Halle gut angenommen wird und vor allem wie viel Spaß es den Kielern bringt, darauf ist Winkler schon jetzt gespannt. Mit seinem Mitarbeiter Lars Zimmermann hat er auf jeden Fall schon jede Route ausprobiert. Der Eintritt soll elf Euro kosten, ermäßigt neun Euro.

Weitere Bilder finden Sie hier:

4,5 Meter dürfen die Wände für das sogenannte Boldern, das Klettern ohne Seil, sein.

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Ein Artikel von
Fatima Krumm
Volontärin

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