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Vom Dart-Virus infiziert

Sportstudent in Kiel Vom Dart-Virus infiziert

Wenn alljährlich im Londoner Alexandra Palace die PDC Dart-Weltmeisterschaft von Ende Dezember bis Anfang Januar ausgetragen wird, zittert ein Kieler vor dem Fernseher mit oder ist auch mal live dabei: Sportstudent Christian Marzinek ist hochgradig vom Dart-Virus infiziert.

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Sein Herz schlägt für fliegende Pfeile: Sportstudent und Dart-Fan Christian Marzinek (24) aus Kiel. Zu seinem großen Bedauern gibt es in Landeshauptstadt keinen Dart-Verein.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. „Einfach betrachtet ist Dart eine Kneipensportart, aber die mentale Stärke, die man dafür braucht, ist enorm“, beschreibt der 24-Jährige die Faszination des Spiels. Die packte ihn schon als Junge, als er mit seinem Vater oder Freunden spielte. „In Kiel gibt es aber leider keinen Dart-Verein“, bedauert er. Lange Zeit konnte er mit acht bis neun anderen Sportstudenten in einer Kneipe Turniere spielen, doch diese Möglichkeit gebe es nicht mehr. Bevor er mit seiner Freundin zusammenzog, wohnte er in einer Dreier-WG mit drei Dartscheiben, für ihn ein Traum. Auch die Idee, nach London zur Weltmeisterschaft zu reisen ist ein Traum – die haben sie zu dritt vor einem Jahr realisiert.

Persönliches Fan-Drama trübt Leidenschaft nicht

„Das ist schon toll, die WM im Fernsehen zu verfolgen, aber live vor Ort, das ist Gänsehaut pur“, beschreibt Marzinek. Mehrere tausend Fans unterstützen die Spieler mit gröhlenden Fangesängen und Schildern mit der Maximalpunktzahl 180, die man nur erreicht, wenn man mit den drei Pfeilen drei Mal die Triple-20 erreicht, das höchstdotierte Feld auf der Scheibe. „Die Spieler betreten wie die Boxer mit eigenen Liedern das Geschehen“, schildert er. Sein Favoriten ist der Schotte Gary Anderson, der Weltmeister von 2015. Der sei so sympathisch und souverän, der „flying scotsman“ (so sein Spielername) spiele seine Darts einfach runter. Marzinak hat sich sein buntes Spielerhemd gekauft, ebenso seine Dartpfeile. „Doch die sind, weil ich sie bei einer Party vor betrunkenen Gästen so gut in Sicherheit bringen wollte, wie vom Erdboden verschwunden“, bedauert er. Drei Mal habe er mit seiner Freundin die Wohnung durchforstet, für ihn ein kleines Fan-Drama.

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