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Hafenpreis 2015 für Stenas Methanol-Fähre

"Sprottenback" Hafenpreis 2015 für Stenas Methanol-Fähre

Der Kieler Hafen wird weiter wachsen. Nicht ohne Grund wurde auch in diesem Jahr das Traditionsfest „Sprottenback“ im Ostuferhafen veranstaltet. Die rund 200 Gäste bekamen schon auf der Anfahrt zum Event im Terminal 1 beim Umfahren der Baumaschinen und Sandhaufen einen Eindruck davon, was Hafenchef Dirk Claus plant.

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Stena-Routenvorstand Niclas Martensson nahm den Hafenpreis 2015 für die schwedische Reederei in Empfang.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der Ostuferhafen wird weiter ausgebaut und modernisiert. Neue Hallen und Außenflächen für neue Ladungsmengen aus Osteuropa und Skandinavien sollen in den kommenden Jahren über Kiels größten Hafenteil umgeschlagen werden. Die Nachfrage nach dem Umschlagsplatz an der Schwentine ist groß. Besonders die strategische Lage am Nord-Ostsee-Kanal sei ein Vorteil.

 Die Ansiedlung der zwei neuen Liniendienste der schwedischen Papierlieferanten SCA und Iggesund aus Schweden wird dem Kieler Hafen einen neuen Rekord bescheren. „Der Umschlag von acht Millionen Tonnen Ladung ist 2017 in Kiel möglich“, sagte Claus vor den 200 Fachleuten aus der Hafen- und Seeverkehrswirtschaft. Das sind gut 1,5 Millionen Tonnen mehr als 2014. Damit die Weichen für diese Ansiedlung in Kiel gestellt werden können, will der Seehafen in den nächsten beiden Jahren 50 Millionen Euro in die Infrastruktur investieren.

 Investiert hat auch die Stena Line. Die schwedische Reederei ließ ihre Fähre „Stena Germanica“ für 22 Millionen Euro auf den Betrieb mit Methanol umrüsten. Dieser Kraftstoff gilt neben verflüssigtem Erdgas (LNG) derzeit als die umweltverträglichste Antriebsform. Dafür würdigte der Seehafen die schwedische Reederei und verlieh dem Vorstand Niclas Martensson den Hafenpreis 2015. „Durch den Einsatz von Methanol erfüllt Stena Line nicht nur die strengen Umweltauflagen in der Ostsee, sie leistet auch einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Claus.

 Sorgen macht in Kiel weiter das Osteuropa-Geschäft. Die Reederei DFDS wird den Fährdienst von Kiel nach St. Petersburg im Oktober einstellen. Die Fähre „Botnia Seaways“ wird anderweitig eingesetzt, hieß es. DFDS hat sich im Gegenzug Kapazitäten auf den zwischen Finnland, Russland und Lübeck verkehrenden Schiffen der Reederei Finnlines im Rahmen eines Slot-Charter-Abkommens gesichert. Eine Einbindung von Kiel in den Finnlines-Dienst sei aber denkbar, so Claus.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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