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Gedruckter Wegweiser jetzt auch als App

Stadt Kiel Gedruckter Wegweiser jetzt auch als App

Die Mehrheitskooperation (SPD, Grüne, SSW) will die städtische Broschüre „Was? Wann? Wo? Wegweiser durch Kiel“ den Bürgern und Besuchern künftig auch als App zugänglich machen. Die kostenlose Anwendungssoftware soll außerdem einen „Mängelmelder“ enthalten.

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Moderne Zeiten: Zusätzlich zur gedruckten Broschüre als Wegweiser durch die Stadt verspricht eine App nun einen noch direkteren Draht zur Verwaltung.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Damit können App-Nutzer per Klick der Verwaltung beobachtete Schäden oder Mängel melden, um sie auf diese Weise schneller abzustellen. Seit fast zehn Jahren erscheint die von der Stadt herausgegebene Broschüre in gedruckter Form. Sie enthält allgemeine Infos zu Bereichen wie Wirtschaft, Arbeit, Kultur, Freizeit sowie viele Adressen und Ansprechpartner beispielsweise in der Stadtverwaltung.

Nun soll die neue App für gängige Systeme wie Android oder iOS weitere Nutzerkreise erschließen, die sich vorwiegend über mobile Endgeräte wie Smartphones im Internet informieren. Kosten entstünden der Stadt laut Antrag der Kooperation durch das App-Zusatzangebot nicht. Der darin enthaltene „Mängelmelder“ könne zur schnelleren Beseitigung von Schäden im öffentlichen Raum beitragen und so auch die Sicherheit für die Bürger steigern. Dazu reiche es schon, dass die Nutzer den Mangel fotografieren und das Bild an die zuständige Stelle der Stadtverwaltung schicken. Nähere Beschreibungen des Schadens sowie Kommentare oder Angaben zum Standort der bemängelten Straßen-, Rad- oder Gehwegabschnitte seien dabei nicht unbedingt erforderlich. Die Übermittlung könne auf Wunsch der Nutzer mit einem einfachen Klick automatisch ohne weiteres Zutun der App-Nutzer geschehen – dazu zählen auch Mängelfotos von technischen Anlagen wie Ampeln oder Beleuchtungen.

Von dieser unkomplizierten wie schnellen Übermittlung von Daten „vor Ort“ ist nach Einschätzung der Antragsteller zu erwarten, dass die Missstände künftig wesentlich schneller behoben werden. Bislang ist eine Datenübermittlung zu registrierten Mängeln an die Kieler Stadtverwaltung noch vergleichsweise umständlich. Dazu muss auf der Internetseite der Stadt ein Online-Formular ausgefüllt werden. Dies geschehe – wenn überhaupt – oft erst nach längerer Zeit, wenn Bürger glauben, einen Mangel bemerkt zu haben, und wieder Gelegenheit zur Nutzung eines Rechners haben. Kiel ist aber nicht die erste Stadt in Schleswig-Holstein, die eine solche App zur Mängelmeldung mit direktem Draht in die Verwaltungen einsetzt. Über solche Melder verfügten bereits Rellingen (Kreis Pinneberg) sowie Preetz (Kreis Plön).

Die Herstellung der gedruckten Version des „Wegweisers durch Kiel“ belastet den Haushalt der Stadt nicht. Die dabei entstehenden Kosten werden durch Einnahmen aus dem Verkauf von Anzeigen gedeckt. Ein ähnliches Verfahren werde auch bei der App-Version des Wegweisers angewandt. Insofern sei dafür nach Einschätzung der Kooperation ebenfalls nicht mit zusätzlichen Kosten für die Stadt zu rechnen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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