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Was sollte sich in Kiel verbessern?

„Gemeinsam Kiel gestalten“ Was sollte sich in Kiel verbessern?

Die Vorweihnachtszeit ist zwar noch längst nicht in Sicht, trotzdem ermuntert die Stadt ihre Bürger jetzt schon dazu, Wunschzettel einzureichen. Gemeint sind damit Vorschläge, wie es sich in Kiel (noch) besser leben lassen könnte.

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Grundsätzlich ist im Kieler Schützenpark alles in Ordnung: Doch die Wege und Plätze, Flora und Fauna könnten durchaus noch schöner sein. So ist die Umgestaltungen des Parks auch nachhaltiges Auftaktprojekt für den Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Jedenfalls was die Bereiche Sicherheit, Lebensqualität oder nachbarschaftliches Zusammenleben angeht. Damit die Vorschläge realisiert werden können, stehen bis 2019 insgesamt mehr als eine Million Euro zur Verfügung.

Wie berichtet, beschloss die Ratsversammlung im Februar dieses Jahres die Schaffung des Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“. Darin enthalten sind 1,05 Millionen Euro aus dem Haushalt der Stadt, um Projekte zu fördern, die Stadtteile nachhaltig aufwerten, nachbarschaftliche Zusammenarbeit fördern und die Sicherheit steigern.

Mit der Umgebung identifizieren

Das Auftaktprojekt ist bereits in Sicht: die Umgestaltung des Schützenparks inklusive ökologischer Aufwertung. Laut Stadtverwaltung sollen damit im Park Rückzugsorte für Flora und Fauna entstehen. Gleichzeitig sollen die sogenannten Angsträume verschwinden. Kostenpunkt der Maßnahme: rund 300 000 Euro. Im Herbst will das Grünflächenamt dazu einen Beteiligungsprozess starten, bei dem Bürger ihre Vorstellungen zu den Plänen einbringen können.

Aus Sicht der SPD-Ratsfraktion stärke diese aktive Beteiligung der Menschen vor Ort an Art und Auswahl der Aufwertungsmaßnahmen das „Verantwortungsbewusstsein für den eigenen Stadtteil“ . Die Verschönerung des Schützenparks als „grünes Eingangstor“ im Kieler Westen verbinde aktive kommunale Kriminalprävention mit nachhaltiger Stadtgestaltung und ökologischer Aufwertung des Areals.

Menschen sollen sich aus Sicht der SPD durch die aus dem Fonds geförderten Projekte noch mehr als bisher mit ihrer Umgebung identifizieren können. Das gehe umso besser, je mehr sie diese Umgebung mit gestalten. Diese Verstärkung der Identifikation mit dem Stadtteil führe auch zu mehr Sicherheit.

Bürger können Vorschläge einreichen

Bürger können nun zwar entsprechende Vorschläge zu Projekten einreichen, antragsberechtigt sind aber nur Ortsbeiräte, Stadtteilinitiativen, gemeinnützige Einrichtungen und Vereine. An sie können sich Bürger mit ihren Anregungen wenden. Die jeweils zuständigen Ortsbeiräte müssen mit den Anträgen auch eine Empfehlung des Projekts aussprechen. Die so empfohlenen Anträge werden anschließend von einer Jury aus Mitgliedern der jeweils zuständigen Fachausschüsse geprüft. Bewertungskriterien sind dabei unter anderem der Grad der Bürgerbeteiligung, die Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen Projekte, Stärkung der Nachbarschaft, Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und Sauberkeit sowie die Ausstrahlungskraft des Projekts in den Stadtteil. Der Innen- und Umweltausschuss beschließt dann über die Vergabe der Mittel.

Für das laufende Jahr stehen dafür noch 50 000 Euro aus dem Fonds zur Verfügung. Die maximale Fördersumme für ein einzelnes Projekts beträgt 25 000 Euro, nach Mitteilung der Stadtverwaltung können aber auch Vorschläge mit kleineren Fördersummen eingereicht werden. Die Anträge müssen bis zum 30. September bei der Verwaltung eingegangen sein. Für 2017 steht eine Fördersumme von insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung, 2018 und 2019 steigt dieser Betrag auf jeweils 300 000 Euro.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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