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Kiel für Kritiker und Freunde

Stadtführung Kiel für Kritiker und Freunde

Abfällige Facebook-Kommentare über die provinzielle Stadt Kiel hat Kiel-Marketing auf die Idee zu einer speziellen Stadtführung gebracht. Statt der Kritiker kamen aber eher Freunde der Stadt zu der Tour, die kurz nach Bekanntmachung ausgebucht war.

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Dieter Hartwig (rote Kappe) zeigte und erklärte wichtige Punkte in der Kieler Innenstadt wie hier auf dem Rathausplatz.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. "Warum sollte ein Gast überhaupt nach Kiel reisen wollen?“ oder „Sehenswürdigkeiten sind ja an einer Hand abzuzählen“ – solche und ähnliche Facebook-Kommentare gab es auf den Bericht von KN-online über den leichten Rückgang der Übernachtungszahlen in der Stadt. Diese Kritik wollte Kiel-Marketing so nicht stehen lassen und lud zu dem kostenlosen, zweistündigen Spaziergang ein. Dieter Hartwig, Vorsitzender des Ortsbeirates Ravensberg und auch als Stadtführer für Kiel-Marketing tätig, legte sich als bekennender Kieler gleich kräftig ins Zeug, um den 25 Teilnehmern „nichts besonders Schönes, aber Kiel-Typisches“ zu zeigen. Die vier über Facebook persönlich eingeladenen Kritiker ließen sich jedoch nicht blicken. 

Kiel-Marketing denkt an eine Wiederholung der Tour

Von der Tourist-Information durch das frühere Gängeviertel mit den engen Straßen, vorbei an der Sparkassen-Arena, einer früheren Flugzeughalle führte er die Gruppe bis ins 106 Jahre alte Rathaus. Die Tour kam gut an. Gisela Plaumann, die zusammen mit ihrer Tochter Uta teilnahm, bekannte nach 50 Jahren in Kiel: „Ich fühle mich wohl und heimisch. Ich bedauere aber, dass so viele Geschäfte in der Innenstadt eingehen.“

Teilnehmer Rolf Ingenfeld zeigte beim Gang durch das neue Quartier auf die Wohnung, die er mit seiner Frau im Dezember bezogen hat: Sie lebten gern so zentral und genössen die Sonne und die guten Sichtachsen. Man habe Einheimischen Kiel zeigen wollen, wie Gäste die Stadt sehen, meinte Johannes Hesse von Kiel-Marketing. Vom großen Interesse an der Tour war Kiel-Marketing so überrascht, dass jetzt an ein weiteres Angebot gedacht wird – für Kiel-Kritiker wie Freunde.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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