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Motivation der Helfer ist sehr hoch

Stadtgespräch im Legienhof Motivation der Helfer ist sehr hoch

Knapp sechs Monate nach Beginn des Flüchtlingsansturms ist die Motivation der meisten Helfer in Kiel unverändert hoch: Das ist zumindest das Ergebnis der Debatte während des dritten Kieler Stadtgesprächs, das sich am Dienstagabend vor allem um die Situation in der Wik drehte.

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Sozialdezernent Gerwin Stöcken spricht beim dritten Stadtgespräch im Legienhof

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Die Hilfe läuft rund. Natürlich gibt es Probleme, aber sie sind alle zu lösen“, sagte Ulrike Pollakowski, Sprecherin der Initiative „Willkommen in der Wik“.

3777 Flüchtlinge leben derzeit in Kiel, 2022 davon in Gemeinschaftsunterkünften, zu denen auch die ehemalige Technische Marineschule zählt, in der augenblicklich 543 Menschen wohnen. „Ich erlebe eine ganz große Offenheit, sich auf Deutschland und Kiel einzulassen“, berichtete Semra Başoğlu, die Leiterin der Unterkunft, vor rund 150 Bürgern im gut gefüllten Legienhof über die Flüchtlinge in Kiel. „Die Angebote der Helfer werden mit großer Dankbarkeit angenommen.“ Und so ging es an diesem Abend zunächst vor allem um praktische Fragen wie die Organisation der Fahrradwerkstatt, die Suche nach weiteren ehrenamtlichen Helfern und den Aufruf, Kinderwagen zu spenden.

Die Stadtspitze, die mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Sozialdezernent Gerwin Stöcken (beide SPD) vertreten war, hatte folglich einen vergleichsweise ruhigen Abend. Anders als in Suchsdorf, wo sich ein Teil der Einwohner vehement gegen Flüchtlingsunterkünfte wehrt und die Stadt mit heftigen Vorwürfen konfrontiert, ist die Stimmung in der Wik offenbar ruhig. Erst im Lauf der Diskussion wurden auch Sorgen diskutiert – die zum Teil unbefriedigende Straßenbeleuchtungssituation in der Stadt beispielsweise und das geringe Bildungsniveau vieler Flüchtlinge.

OB Kämpfer war es schließlich, der gemeinsam mit Polizeichef Thomas Bauchrowitz dazu aufrief, alle Seiten der Flüchtlingssituation im Blick zu behalten. „So falsch die Dramatisierung ist, so falsch ist auch die Romantisierung.“

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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