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Das neue Gesicht des Bootshafens

Stadtplanung Das neue Gesicht des Bootshafens

Neuer Glanz für den Bootshafen: Das Kieler Architekturbüro Schnittger Architekten und Partner bekommt den Zuschlag, den neuen Gebäudekomplex im Herzen der Stadt zu gestalten.

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So könnte die südliche Seite des Bootshafens ab Mitte 2019 aussehen. Das Kieler Architekturbüro Schnittger und Partner bezog in seine Entwürfe bereits den Kleinen-Kiel-Kanal (vorne) und das neue Geschäftshaus (rechts) ein, das nach Abriss des Woolworth-Gebäudes bis 2018 stehen soll.

Quelle: Moka-Studio GbR

Kiel. Die Entwürfe für die Entwicklung des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Andreas-Gayk-Straße/Holstenbrücke überzeugten in einem Gutachterverfahren ebenso wie die Konzepte für die Außenfassaden des Ibis-Styles-Hotels und des Wohngebäudes in der Hafenstraße.

 Das gewaltige Neubauprojekt, das etwa 50 Millionen Euro Investitionen nach sich ziehen soll, nimmt damit weiter an Fahrt auf. Erst vor drei Wochen wurde der erste Pachtvertrag für zwei Drei-Sterne-Plus-Hotels unterzeichnet. Ibis Styles und Adagio Access der Success Hotel-Gruppe wollen an diesem Standort insgesamt 239 Zimmer anbieten. Zudem plant die Pächterin im Erdgeschoss, wie berichtet, ein großflächiges Restaurant nach ihrem selbst entwickelten Konzept unter dem Titel „Mike’s Urban Pub“ einzurichten.

 Das Auswahlgremium bestand nach Angaben der Eigentümerin des 6800 Quadratmeter großen Filet-Grundstücks, der Deutschen Immobilien-Entwicklungs-GmbH (DI), aus Bürgermeister Peter Todeskino (Kiel), Mirjana Markovic (MRV Architekten Hamburg), Gregor Sunder-Plassmann (Kappeln), Markus Kaupert (PPP Architekten Lübeck), Sönke Andresen (APB Architekten Hamburg), Henning Laubinger (DI Hamburg) und Michael Friedrich (Success Hotel Group Stuttgart). Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, hieß es. Doch am Ende fiel die Entscheidung einstimmig.

Eleganter Entwurf

 „Insgesamt sieben, teils international renommierte Büros haben sich an dem Verfahren beteiligt und innerhalb von zwei Monaten Entwürfe unterschiedlichster Art erarbeitet“, berichtet Henning Laubinger, Geschäftsführer der Deutschen Immobilien-Entwicklungs-GmbH. Schnittger Architekten und Partner hätten auf ganzer Linie überzeugt und würden mit „ihrem eleganten Entwurf für das Haus am Bootshafen eine echte Adresse schaffen“.

 Die Entwürfe fügen sich nach Ansicht von Bürgermeister und Baudezernent Peter Todeskino städtebaulich hervorragend in die Kieler Innenstadt ein, weil sie „sehr behutsam zwischen historischer Bebauung und moderner Architektur vermitteln“. Zu den Bewertungskriterien zählten eine hohe Qualität der Fassaden und der Beitrag zur Reparatur des Stadtbildes am Bootshafen. „Im Zusammenspiel wird dieses neue Bootshafen-Quartier das Kieler Zentrum gemeinsam mit dem neuen Kleinen-Kiel-Kanal und der umgebauten Holstenbrücke deutlich aufwerten“, ist sich Todeskino sicher.

 Im Frühjahr 2017 werden die Bauarbeiten beginnen. Die Eröffnung soll Mitte 2019 erfolgen, kurz vor der Fertigstellung des Kleinen-Kiel-Kanals. Das neue Gebäudeensemble umfasst neben den beiden Hotels ein Wohngebäude an der Hafenstraße, das Platz für etwa 45 Wohnungen und Penthouses bietet, aus denen ein Blick auf die Förde möglich sein soll. Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern sollen im Erdgeschoss Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomie entstehen. In den oberen Stockwerken des Gebäudes sind 65 Wohneinheiten vorgesehen.

 Besucher und Gäste des Quartiers sollen nach den bisherigen Plänen im Inneren auch 80 Garagenstellplätze vorfinden.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kiel-Kanal
Foto: Blick auf den Berliner Platz, der bis 2019 ein völlig neues Gesicht bekommen soll. Der „Kanal“ wird sich von dort bis zum Kleinen Kiel im Hintergrund erstrecken.

Der geplante Bau des Kleinen Kiel-Kanals spaltet weiterhin die Stadt – obwohl die Idee im Jahr 2008 in einem Werkstattverfahren für Bürger entstanden ist, die Vorschläge zum Rahmenplan „Perspektiven für die Innenstadt“ machen sollten.

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