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Konstruktive Debatte zum Hotelneubau

Stadtplanung in Kiel Konstruktive Debatte zum Hotelneubau

Passt ins Herz von Kiel ein 44 Meter hoher Hotelneubau? Viele grundsätzliche Fragen zur Stadtplanung diskutierte am Dienstagabend ein hochkarätig besetztes Podium, das auf Einladung des Bundes Deutscher Architekten (BDA), Regionalgruppe Kiel, im Wissenschaftszentrum zusammengekommen war.

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Diskutierten über die Kieler Architektur (v.l.n.r.): Gregor Sunder-Plassmann, Volkwin Marg, Arne Zerbst, Christian Schmieder, Jan-Oliver Meding und Thomas Welter.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Und wie verträgt sich ein Parkhaus direkt neben der Sparkassen-Arena mit der Gesamtarchitektur in der Umgebung des Exerzierplatzes?

Details wie diese, aber auch viele grundsätzliche Fragen zur Stadtplanung diskutierte am Dienstagabend ein hochkarätig besetztes Podium, das auf Einladung des Bundes Deutscher Architekten (BDA), Regionalgruppe Kiel, im Wissenschaftszentrum zusammengekommen war.

Wer befürchtete, dass Kritiker und Investor dabei heftig aufeinanderprallten, konnte erleichtert durchatmen. Moderator Thomas Welter, Geschäftsführer vom BDA-Bundesverband, lobte zum Abschluss die „extrem sachliche“ Debatte. Was nicht bedeutete, dass sich alle einig waren. Weiterhin gibt es sehr breite Kritik an den konkreten Plänen des Hamburger Projektentwicklers Revitalis. Aber Architekt und Revitalis-Vertreter Jan-Oliver Meding stellte in Aussicht, „echte Alternativen“ prüfen zu wollen, ohne jedoch die Grundsatzentscheidung in Frage zu stellen. „An eine allgemeine Diskussion über Kieler Stadtgestaltung kann man keine Investitionen knüpfen.“

 Wie berichtet plant das Hamburger Unternehmen, bis 2018 zwischen Kleinem Kuhberg und Ziegelteich ein Drei-Sterne-Hotel der Marke Hampton by Hilton zu bauen. Nach massiver Kritik aus der Stadt wurde die ursprünglich vorgesehene Höhe von 54 Metern bereits um zehn Meter reduziert.

 Der Hamburger Stararchitekt Volkwin Marg empfahl Revitalis „Beweglichkeit“. Das Unternehmen solle seine Investitionsabsicht nicht aufgeben, aber Alternativen anbieten. Scharf ging er mit den „Knallköppen“ der Stadtpolitik ins Gericht, die für den geltenden Bebauungsplan verantwortlich seien. Arne Zerbst, Präsident der Kunsthochschule Kiel, warb eindringlich um „Bürgerbeteiligung“ und eine „ästhetische Debatte“. Architekt Gregor Sunder-Plassmann vom Gestaltungsbeirat Kiel haderte vor allem mit der geplanten Parkplatznutzung neben der Sparkassen-Arena.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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