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Mehr Wohnbaufläche wird benötigt

Ortsbeirat Holtenau Mehr Wohnbaufläche wird benötigt

Das Stadtplanungsamt präsentierte dem Ortsbeirat Holtenau jetzt den abschließenden Bericht des „Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes“ im Entwurf. Zukünftige Handlungsschwerpunkte sind demnach der Ortseingang, der Eckener Platz, das südliche Flughafengelände, das MFG5-Areal, die Schule sowie eine ständige Fuß- und Radwegeverbindung mit Pries/Friedrichsort in Wassernähe.

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Eine Konzeptidee beinhaltet, den Bereich Eckener Platz (links) mit dem gegenüberliegenden Supermark-Geländet (rechts) optisch und funktional über eine durchgehende Gehwegpflasterung zu verbinden.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel/Holtenau. Stadtplaner Klaus Petersen (Architektur- und Stadtplanungsbüro Petersen, Pörksen und Partner) und Projektleiterin Katrin Teichert (Referentin des Oberbürgermeisters) erläuterten das „Integrierte Handlungskonzept“. Bei ihren Untersuchungen konzentrierten sich die eingesetzten Gutachter nicht allein auf Holtenau, sondern bezogen Pries/Friedrichsort ein. Welche Maßnahmen für eine positive Entwicklung Holtenaus vonnöten sind oder infrage kommen, beschreibt ein „Vorzugsszenario“. Es geht davon aus, dass der Stadtteil bei einer stabilen Zahl von 5200 Einwohnern 14 Hektar neue Wohnbauflächen bedarf. „Zukünftig sind 275 neue Wohneinheiten erforderlich, dafür stehen 25,2 Hektar zur Verfügung“, erläuterte dazu Klaus Petersen. Auf dem südlichen Flughafengelände, südlich der Landebahn, sehen die Gutachter auf 14 Hektar Fläche Platz für ein neues Wohnquartier, ebenso im südlichen Teil des MFG5-Geländes auf insgesamt zehn Hektar. Gewerbeflächenpotenzial weist das Gutachten beispielsweise nördlich des Flughafens an der Boelckestraße und auf dem MFG5-Gelände aus.

Mit Fokus auf die Stärkung Holtenaus als Wohnstandort, die verbesserte Infrastruktur und mehr Verkehrssicherheit bescheinigt der Abschlussbericht an mehreren Stellen im Stadtteil Handlungsbedarf. Der Ortseingang soll attraktiver gestaltet und die „Sicherheit für den nicht-motorisierten Verkehr“ erhöht werden. Vorgeschlagen wird ein Kreisverkehr und eine Geschwindigkeitsreduzierung. Letztere wurde mit der Tempo-30-Zone bereits umgesetzt. Mehr Gewichtung soll außerdem das Nahverzogungszentrum bekommen. Der Eckener Platz soll aufgewertet und besser an den gegenüberliegenden Supermarkt angebunden werden. Dazu gibt es den Vorschlag, den Platz mit Bäumen und Bänken zu verschönern und im Leerstand Fachgeschäfte anzusiedeln. Eine durchgehende Gehwegpflasterung vom Platz bis zum Einkaufsmarkt ist Teil dieser Konzeptidee als auch einer alternativen Lösung, die anstelle des Geschäftsgebäudes an der Richthofenstraße und des eingeschossigen Pavillons parallel zur Lilienthalstraße ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude beinhaltet. Auf dem hinteren Teil des Platz schlägt Variante zwei ein dreigeschossiges Eckgebäude vor.

Für die Schule gilt die Empfehlung, sich auch für außerschulische Gruppen zu öffnen. Für eine positive Entwicklung in Holtenau und Pries/Friedrichsort ist es den Gutachtern außerdem wichtig, die Stadtteile zu verknüpfen. Die Öffnung des MFG5-Geländes war ein erster Schritt.Vorgeschlagen werden hier außerdem eine dauerhafte Fuß- und Radwegverbindung entlang des Wassers sowie eine ÖPNV-Verbindung. Die Gutachter halten zudem eine innere Erschließung des MFG 5 Geländes über eine zusätzliche Straße südlich der Landebahn für machbar.

Heidi Toscan (SPD), die den Vorsitz der Ortsbeiratssitzung hatte, sagte mit Bezug auf den Bericht, es sei lobenswert, dass der Kreisverkehr mit eingeflossen sei. Das beratende Mitglied Florian Hengst FDP) gab in Sachen Eckener Platz zu Bedenken, eine bauliche Erweiterung könne eine Parkplatznot mit sich bringen. Klaus Petersen erläuterte ihm, die Konzeptidee zwei sehe auch eine Tiefgarage vor. Und Claudia Büsgen (CDU) fragte nach einem realistischen Zeitfenster für Bebauung auf dem MFG5-Gelände. Katrin Teichert nannte die mögliche Landesgartenschau, die Erschließung müsse in diesem Fall bis 2020 erfolgen.

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