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Das Leben in Mettenhof als Film

Stadtteil-Filmprojekt Das Leben in Mettenhof als Film

Es könnte ein Mettenhof-Krimi werden oder ein Liebesfilm, ein Sport-Streifen oder ein cooles Musikvideo, ein Interview, eine Umfrage oder eine Doku über das Leben in Mettenhof – oder einfach alles zusammen: Beim inklusiven Stadtteil-Filmprojekt sind keine Grenzen gesetzt.

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An der Dokumentation über das Leben im Stadtteil können alle Interessierten mitwirken. Wie man einen Menschen interviewt, wie hier beispielsweise Max Larsen vom Bürgerhaus, und wie man die Kamera bedient, zeigen Lena Draheim von der GSHN und Anita Kammerer vom OKK (von links) den Teilnehmern.

Quelle: J

Kiel. Wenn am Montag das neue inklusive Stadtteil-Filmprojekt der Gesellschaft für soziale Hilfen in Norddeutschland (GSHN) startet, dann sind der Fantasie der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Und das Schöne ist: Mitmachen darf jeder ab 18 Jahren.

Im vergangenen Jahr feierte Mettenhof sein 50-jähriges Bestehen. „Dadurch ist die Idee entstanden, das Leben in Mettenhof im Film festzuhalten“, erklärt Lena Draheim (28). Ein wenig hat die Umsetzung dieser Idee zwar gedauert, sagt die Sozialpädagogin der GSHN, jetzt aber wird „Wir sind Mettenhof“ realisiert. Unterstützung im technischen Bereich gibt es vom Offenen Kanal Kiel (OKK), finanziell gefördert wird das dreimonatige Inklusions-Filmprojekt von der Stadt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 „Film ist ein Medium, das viele – besonders junge Menschen – fasziniert und daher hoffentlich viele zum Mitmachen bewegt“, sagt die Betreuerin einer neuen, unterstützten WG im Stadtteil. „Unsere Gruppe freut uns schon auf die Dreharbeiten. Damit können wir unsere neue Umgebung auf vielfältige Art und Weise entdecken“, sagt Lena Draheim, die selbst bis dato „keinen Bezug zu Mettenhof“ hatte und ganz unvoreingenommen den Stadtteil mit der Kamera erkunden will. „Langjährige Mettenhofer, Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Mütter sehen ihren Stadtteil wiederum mit anderen Augen“, hofft sie auf eine Vielfalt von filmischen Blickwinkeln aus und über Mettenhof.

 Mitmachen können Menschen mit und ohne Behinderung ab 18 Jahren, die sich für TV, Kino, Video oder YouTube sowie für einen Auftritt vor und/oder hinter der Kamera interessierten. Weitere Vorkenntnisse im Bereich Film und Video braucht es nicht. „Alles, was nötig ist, wie das Drehbuch schreiben, den Umgang mit Kamera und Ton und nicht zuletzt das Schneiden des Film, das bringen wir den Teilnehmern bei“, erklärt Anita Kammerer (34), Medienpädagogin beim OKK. Für sie ist das Schöne an diesem Filmprojekt, dass sich jeder nach seinen Stärken, Kräften und seiner Zeit einbringen kann: „Die Teilnehmer entscheiden sich für eine Aufgabe nach ihrer Wahl, ob vor der Kamera oder dahinter. Auch die, die sich lieber im Hintergrund um Organisatorisches kümmern, sind wichtig. Filmarbeit ist Teamarbeit.“

 Was gedreht wird, das entscheiden die Teilnehmer selbst – und zwar am heutigen Montag, von 17 bis 18.30 Uhr im Bürgerhaus Mettenhof, Vaasastraße 43a, sowie am 5. Februar, um 16 bis 18.30 Uhr, ebenfalls im Bürgerhaus. „In diesen offenen Treffs wollen wir das Projekt vorstellen und – in verschiedenen Gruppen oder gemeinsam – erste Filmideen überlegen, die die Lebenswelt oder die Fantasie der Teilnehmer widerspiegeln“, sagt Lena Draheim.

 In den Tagen und Wochen danach geht es um die filmische Umsetzung der Ideen. Gezeigt werden die Ergebnisse am Ende im Offenen Kanal sowie bei einem Filmabend im Bürgerhaus.

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Foto: „Achtung Aufnahme“: Auch Uwe Köhn (67) greift beim Filmprojekt in Mettenhof zur Kamera. Er will seinen Stadtteil zeigen, „um damit Vorurteilen über Mettenhof entgegenzuwirken“.

„Achtung Aufnahme“ heißt es ab sofort in Mettenhof: In den kommenden drei Monaten werden die Bürger über ihren Stadtteil einen oder mehrere kurze Filme drehen. Der Start des inklusiven Stadtteil-Filmprojekts „Wir sind Mettenhof“ der Gesellschaft für soziale Hilfen in Norddeutschland (GSHN) erfolgte im Bürgerhaus.

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