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Das Kombi-Logo glättet die Wogen

Stadtwappen Kiel Das Kombi-Logo glättet die Wogen

Die Entscheidung, dass das Kieler Wappen auch weiterhin das Briefpapier der Stadt und die Visitenkarten ihrer Mitarbeiter zieren soll, stößt in den Kieler Ratsfraktionen auf viel Zustimmung: Das historische Wappen habe einen ungewöhnlich hohen Identifikationswert, betonte etwa CDU-Ratsherr Stefan Kruber.

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 Oliver Boy, Mitinhaber von Boy/Strategie und Kommunikation, hat lange dafür geworben, einheitlich das neue Logo zu verwenden. Jetzt hat seine Agentur den Auftrag, ein Konzept für die künftige Nutzung beider Signets zu entwerfen (hier mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer)

Quelle: Sonja Paar

Kiel. „Es ist daher nur richtig, dieses Stadtwappen auch weiterhin prominent zu verwenden.“ Die Verwaltung solle schnellstmöglich Entwürfe vorlegen, wie der neue Auftritt konkret aussehen könne. An einem solchen „vernünftigen Informationsfluss“ habe es vor der ersten Ratsdebatte zu diesem Thema im Januar gemangelt. „In diesem Hause entscheidet immer noch die Ratsversammlung, und dies kann nur bei vernünftiger Information durch die Verwaltung funktionieren“, sagte Kruber.

Kompromiss nach Kritik

Nach der breiten Kritik an ihren Plänen hatte die Verwaltung eingelenkt und einen Kompromiss vorgestellt: Kiel führt zwar die von der Werbeagentur Boy entwickelte Dachmarke ein – ergänzt sie aber um das bisherige Logo, das dem offiziellen Stadtwappen ähnelt.

Abschaffung nie geplant

Auch Benjamin Raschke (SPD) zeigte sich zufrieden mit der in Aussicht gestellten Kombination des neuen „Kiel. Sailing. City.“-Schriftzugs mit dem altbewährten Logo. Er betonte, dass eine völlige Abschaffung des Wappens nie geplant war. „Insofern muss man auch gar nicht von einem Einlenken der Verwaltung sprechen.“ Schon im vergangenen Monat sei deutlich geworden, dass das rote Wappenschild mit weißem Nesselblatt und schwarzer Kogge weiterhin im öffentlichen Raum seinen Platz finden werde – etwa auf Verbotsschildern. „Und auch bei Todesanzeigen oder auf der Uniform der Feuerwehr ist kein anderes Signet als das Wappen vorstellbar.“

Christina Musculus-Stahnke (FDP) erklärte, dass sich ihre Fraktion von Anfang an für das Zusammenspiel von Alt und Neu ausgesprochen habe. „Unserer Ansicht nach stellt die Kombination des Logos ,gespiegeltes Kiel’ mit dem historischen Wappen eine zeitgemäße Stadtmarke dar.“

Grünen-Ratsherr Dirk Scheelje kündigte an, dass seine Fraktion den Kompromiss am Montag beraten werde. „Grundsätzlich begrüße ich ihn“, sagte er. Maßstab bei der Beurteilung müsse sein, inwieweit die kombinierte Stadtmarke dem Änderungsantrag aus der Ratsversammlung gerecht werde. „Dieser Antrag kann sich jetzt schon erledigt haben“, zeigte sich Scheelje optimistisch.

Beschluss am 17. März

Sobald die Agentur Boy einen Kombi-Entwurf vorlegt, will die Verwaltung diesen an die Fraktionen weiterreichen. „Ab der kommenden Woche werden die Gespräche zu den erarbeiteten Entwürfen mit der Politik fortgesetzt“, kündigte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska an. „Ziel ist es, in der Ratsversammlung am 17. März den Beschluss zur Einführung der Dachmarke möglichst mit großem Konsens zu fassen.“

Fließender Übergang

Unterdessen stellte die Stadt klar, dass das neue Corporate Design nicht mit einem festen Stichtag, sondern im fließenden Übergang eingeführt werden solle. Im städtischen Haushalt seien für 2016 bis 2019 jährlich 100000 Euro vorgesehen, mit denen nach und nach etwa Schilder, Messestände und andere „Hardware“ ersetzt werde. Briefbögen, Flyer und Broschüren erhielten dann ein neues Aussehen, wenn Bestände mit dem bisherigen Logo verbraucht seien oder eine Neuauflage aus inhaltlichen Gründen notwendig sei.

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