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Nachtflug sammelte Wärmedaten über Kiel

Stadtwerke-Test Nachtflug sammelte Wärmedaten über Kiel

Viele Kieler wurden in der Nacht auf Ostersonntag von einem Motorsurren wachgehalten: Die Stadtwerke Kiel hatten ein Flugzeug starten lassen, um Verluste im Fernwärmenetz über der Landeshaupstadt aufzuspüren. Das Ziel ist die Verbesserung der Versorgung.

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Surren in der Nacht: Ein ähnliches Flugzeug wie diese Beechcraft 200, die der Flughafen Holtenau zur Wärmemessung nutzt, ließen in der Nacht zu Ostersonntag auch die Stadtwerke Kiel starten.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die aus der Luft gemachten Infrarotaufnahmen helfen dem Energieversorger dabei, die Stadt genau zu erfassen, die Punkte größter Wärmeverluste auszumachen – und langfristig zu beseitigen. "Voraussetzungen für eine erfolgreiche Flugthermografie sind atmosphärische Wetterbedingungen", sagte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster, "hierzu sollte es trocken und kühl sein."

In der Nacht von Sonnabend auf Ostersonntag war es von 20 bis circa 2 Uhr so weit, dass der Flieger starten konnte. Die Cessna-Maschine zog in einer Höhe von rund einem Kilometer ihre Kreise über Kiel und war bei klaren Himmel gut zu vernehmen. Aus der Luft erfasste sie eventuelle Dämmschäden und Leckagen im Fernwärme-Leitungssystem.

Die Erkenntnisse fließen in die Maßnahmen zur Umstellung des Fernwärmesystems: Bis 2018 wechseln die Stadtwerke Kiel von Heizdampf mit 180 Grad Celsius auf kostengünstigeres Heißwasser mit 130 Grad. Wegen der guten Wetterbedingungen muss der Flieger auch kein zweites Mal starten.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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