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Hier wird hart für die Spiele gearbeitet

Start des Olympia-Büro Hier wird hart für die Spiele gearbeitet

Man muss sich in den weitläufigen Fluren des Innenministeriums schon auskennen, um zum Olympia-Büro des Landes zu finden. Seit Montag trägt es diese Bezeichnung offiziell.

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Am Montag hatte „Mister Olympia“ Eckhard Jacobs seinen ersten Arbeitstag als Leiter des Olympia-Büros des Landes. Sein wichtigstes Ziel: hochkarätige internationale Sportveranstaltungen ins Land zu ziehen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Doch statt olympischer Euphorie in Form von Postern oder Fahnen mit den berühmten fünf Ringen dominiert auf etwa 16 Quadratmetern die Verwaltungsnüchternheit. „Schließlich feiere ich hier nicht Olympia, ich arbeite dafür“, sagt Eckhard Jacobs, Sportreferent des Landes mit Olympia-Zusatzaufgabe.

 Ganze zwei Aktenordner mit handgeschriebenem Olympia-Schriftzug stehen auf seinem Schreibtisch, schon bald werden es sicher mehr werden. Denn auf diesem Schreibtisch wird Jacobs demnächst haufenweise Anträge bearbeiten. Schließlich sind 2016 und 2017 je eine Million Euro aus dem Landesetat zu vergeben. Der größte Teil davon fließe voraussichtlich in die finanzielle Förderung herausragender internationaler Segelwettbewerbe in Kiel. „Wir müssen nachweisen, dass Kiel wirklich eine Weltstadt des Segelns ist, die Kieler Woche allein reicht dafür nicht.“

 Doch die Zeit des Nachweises organisatorischer, technischer oder räumlicher Leistungsfähigkeit zur Ausrichtung solcher Spitzenveranstaltungen ist knapp bemessen. Etwa ein Jahr Vorlauf sei allein nötig, um sie überhaupt ins Land ziehen zu können. Dabei konkurriere das deutsche Olympia-Tandem Hamburg/Kiel zudem noch mit den anderen Bewerberstädten für die Spiele wie Boston, Paris oder Rom. Denn auch sie müssten ihre Weltklasse mit sportlichen Spitzenveranstaltungen unter Beweis gestellt haben, wenn das IOC im Juni 2017 seine Entscheidung verkündet, wo die Olympischen Spiele 2024 stattfinden sollen.

 Auch wenn das Thema Segeln naturgemäß im Mittelpunkt seiner Bewerbungs-Zuarbeit im Zeichen der fünf Ringe steht, kümmert sich der gelernte Journalist noch um andere Sportarten wie Handball oder Golf, für die Schleswig-Holstein ebenfalls Austragungsschauplatz olympischer Wettbewerbe werden könnte. Gerade ist Jacobs von einer Begutachtung des Golf-Areals auf Gut Kaden (Kreis Stormarn) zurückgekehrt. Ergebnis: Ja, dort sei man willens und in der Lage, ein olympisches Turnier auszurichten, das 2016 in Rio nach langer Pause wieder ins sportliche Wettbewerbsprogramm aufgenommen werde.

 Bestens gerüstet sieht Jacobs zwar auch Kiel und Flensburg als mögliche Austragungsorte zumindest von olympischen Handball-Vorrundenspielen. „Aber auch hier stehen wir erst am Anfang eines langen und komplizierten Prozesses, bei dem es zurzeit noch mehr Fragen als Antworten gibt.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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