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Auf sechs Bürger kommt ein Parkplatz

Steenbek-Projensdorf Auf sechs Bürger kommt ein Parkplatz

Laut einer Studie parken in Kiel 40 Prozent der Autos im öffentlichen Raum – Parkplätze sind begehrt. Auch der Ortsbeirat Steenbek-Projensdorf diskutierte während seiner Sitzung darüber, wie mehr Parkraum für die Anwohner geschaffen werden könnte.

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Der Radstreifen auf dem Steenbeker Weg führte für den Ortsbeirat zu noch größerem Parkplatzmangel, nun wird nach Lösungen für mehr Parkraum gesucht.

Quelle: Karina Dreyer

Steenbek-Projensdorf. Daneben ging es auch um das Sicherheitsgefühl nach der Einbruchserie im Stadtteil und den Übergriffen in der Wik. Grund für die Diskussion sind unter anderem die 60 Parkplätze, um die sich der Ortsbeirat nach der Einrichtung des Radschutzstreifens auf dem Steenbeker Weg „beraubt fühlt“ sowie die bewirtschafteten Parkflächen des Lubinus Clinicums, die Besucher und Angestellte dazu verleiten, Parkgebühren zu sparen und lieber im öffentlichen Raum zu parken.

Die Parksituation habe sich in Projensdorf deutlich verschärft, erklärte Manfred Scholz, Vorsitzender des Ortsbeirates. So habe auch am Charles-Roß-Ring die Anzahl der Falschparker extrem zugenommen. Allein an dem Abend der Sitzung habe er auf seinem Weg 15 Autos gezählt, die ordnungswidrig parkten. „Der Druck ist groß, auf sechs Bürger kommt hier ein Parkplatz“, hat er ausgerechnet.

Bei Neubauten werde heute für jede Wohnung ein Stellplatz gefordert, erklärte Birgit Kulgemeyer, Leiterin des Amtes für Bauordnung. Das sei in den 50er- und 60er- Jahren in Projensdorf anders gewesen. Laut Bauantragsunterlagen wurden nur wenige oder gar keine Stellplätze gefordert. „Deswegen gibt es – gemessen am heutigen Standard – wenige Stellplätze, aber einen öffentlichen Parkraum, der den Bedarf abdeckt“, betonte sie.

Nun überlegt das Gremium, wie Abhilfe geschaffen werden kann, denn die Anwohner seien auf den öffentlichen Parkraum angewiesen, und der ÖPNV sei auch nicht so ausgerichtet, dass er das Auto ersetzen könne. „Hier fahren die Busse zu Hauptverkehrszeiten nur alle halbe Stunde“, erklärte Jörg Hilber vom Ortsbeirat. Dazu komme, so Scholz, dass man im Zuge des demografischen Wandels mit dem Zuzug vieler junger Familien rechne, deswegen müsse für ausreichenden Parkraum gesorgt werden. Zwei Ideen standen im Raum: Es wird ein Antrag an das Tiefbau- und Ordnungsamt gestellt, Anwohnerparkzonen einzurichten. Und es gebe in der 30-Zone zwischen Torfende und Bendixenstraße Halteverbotsschilder, die unüblich für eine solche Zone seien und entfernt werden könnten, hatte Manfred Scholz von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes erfahren.

Weiteres Thema im Ortsbeirat war das Sicherheitsgefühl nach der Einbruchserie im Stadtteil. „Nach Festnahmen ging die Zahl der Einbrüche massiv zurück“, beruhigte Hauptkommissar Veit Meixelsperger von der Polizeistation Wik. Nach den Übergriffen, von denen nur zwei bei der Polizei angezeigt wurden und sich einer davon ereignete, bevor die Flüchtlinge in die Gemeinschaftsunterkunft in der Arkonastraße zogen (KN berichteten), fühlten sich einige Anwohner unsicher. „Aus unserer Sicht können wir von der Unterkunft keine Auffälligkeiten ableiten. Dort brodelt es nicht.“

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