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Mehr Förderer im Boot der Sporthilfe

Stiftung in Kiel Mehr Förderer im Boot der Sporthilfe

Abschied, Aufstieg, Umstieg: Die Stiftung Kieler Sporthilfe (SKS) nimmt mit personellen Veränderungen und einer Rekord-Förderung von 46200 Euro Kurs auf die neue Saison. Dass 18 Talente 2017 besser denn je gefördert werden können, liegt an der seit drei Jahren verfolgten strategischen Ausrichtung der SKS.

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Während Leichtathlet Steffen Uliczka (links) das Kuratorium der Stiftung Kieler Sporthilfe verstärkt, ist Peter Hanemann (2. v. li.) als Vorsitzender dieses Gremiums ausgeschieden. Daneben der SKS-Vorstand mit Gerhard Müller, Caroline Toffel, Willi Holdorf und Ulf Kämpfer.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Unser Motto heißt ,Kieler für Kiel’, damit gelingt es uns zunehmend, mehr Förderer ins Boot zu holen, die unsere Arbeit entscheidend unterstützen“, erklärte der Vorsitzende Gerhard Müller während der Kuratoriumssitzung.

Diese begann mit der Verabschiedung von Peter Hanemann, der die Sporthilfe seit Gründung 1994 als Kuratoriums-Vorsitzender begleitete. „Ich habe diese Zeit genossen und freue mich, Teil dieser Stiftung gewesen zu sein“, erklärte Hanemann und erhielt stehende Ovationen. Sein Nachfolger Michael Wormuth ist zwar erst seit drei Jahren Mitglied des Kuratoriums, hat aber seitdem großen Anteil an der Steigerung des Förderetats – und nicht nur, weil der Kronshagener Steuerberater mit Petersen und Partner einer der Top-Partner der Sporthilfe ist. Gemeinsam mit Gerhard Müller, dem Kieler Rechtsanwalt Steffen Schneekloth, Michael Schütz von der Schweizer Privatbank Julius Bär und Kiel-Lauf-Veranstalter Rainer Ziplinsky arbeitet Wormuth seit 2014 an der Entwicklung der Stiftung. „Wir haben in dieser Zeit nicht nur den Kreis unserer Förderer erweitern können. Wir binden auch verstärkt unsere Sportler bei Aktionen ein, denn wir halten es für wichtig, dass Unternehmer Athleten kennenlernen und so ein Gefühl dafür bekommen, wie wertvoll Talentförderung ist“, betonte Michael Wormuth.

Schneekloth steigt in den Vorstand auf

Steffen Schneekloth steigt auf – aus dem Kuratorium in den nun fünfköpfigen Vorstand, der außerdem aus Caroline Toffel, Vorstand der Kieler Volksbank, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf und Müller besteht. Schneekloth machte deutlich, dass der Kontakt zu Unternehmern und Förderern intensiviert werden soll: „Es gibt Bedarf, die Spitzensportler aus der Region Kiel noch umfassender zu fördern, als wir es bislang tun können. Besonders die Segler haben nach dem Wegfall der Unterstützung durch das Team Germany hohe Reise- und Materialkosten, die sie nun selbst tragen müssen.“ Mit der Bäckerei Steiskal, Citti und Germania Rollos hat die Stiftung drei neue Top-Partner gewonnen.

Mit den 49er-Europameistern Justus Schmidt und Max Boehme, Paul Kohlhoff, Olympia-13. in Rio de Janeiro mit seiner damaligen Partnerin Carolina Werner, sowie den knapp an der Rio-Qualifikation gescheiterten 49er-FX-Zwillingen Jule und Lotta Görge werden fünf KYC-Segler weiter gefördert. In diesen Genuss kommen 2017 erstmals Max Kohlhoff, deutscher Meister im Finn, die U17-Europameisterin im Laser, Laura Schewe, sowie die 29er-WM-Zwölften Paul Farien und Mirco Klösel, die nun in den 49er umsteigen. Neu gefördert wird zudem der 13 Jahre junge Turner Karl Ornowski vom KTV, Dritter bei den deutschen Meisterschaften im Mehrkampf.

Längste Förderung für Steffen Uliczka

Zwei der drei neuen Kuratoriumsmitglieder sind der Kieler Zahnarzt Dr. Mark Krauß, seit Jahresbeginn Top-Partner, sowie KN-Redakteur Sven Hornung. Außerdem wurde dieses Gremium um Steffen Uliczka erweitert. Der 32-jährige Olympia-Teilnehmer von London 2012 ist nicht nur von der 3000-Meter-Hindernisstrecke zum Marathon umgestiegen, er steigt nun auch innerhalb der Sporthilfe um. „Steffen Uliczka ist der Sportler, den wir am längsten gefördert haben. Als er 2003 aufgenommen wurde, war er gerade deutscher B-Jugendmeister in der Halle über 3000 Meter geworden“, berichtete Gerhard Müller. Der Leichtathlet bleibt der SKS als Mitglied des Kuratoriums erhalten: „Ich habe lange von der Kieler Sporthilfe profitiert, das passt doch, dass ich nun etwas zurückgeben kann.“ Was wiederum zur Auffassung von Oberbürgermeister Kämpfer passt: „Für die Sportstadt Kiel ist die Sporthilfe eine großartige Sache.“

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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