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Ende einer unendlichen Geschichte?

Straßenbau Ende einer unendlichen Geschichte?

Nun scheint der Knoten durchgeschlagen zu sein. Der Lange Rehm zwischen Masurenring/Nachtigalstraße und Hermannstraße soll umgebaut werden.

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Lange haben sich die Bewohner im Stadtteil – wie hier Hannelore Ahlers – über Betonringe und Plastikbaken an der Straße Langer Rehm geärgert. Bis November soll der Um- und Ausbau der Straße zwischen Nachtigalstraße/Masurenring und Hermannstraße abgeschlossen sein.

Quelle: Volker Rebehn

Neumühlen-Dietrichsdorf. Die Stadt will die Arbeiten noch in diesem Jahr starten. Ein Streit zwischen Stadt und Land über die Finanzierung hatte den Start verzögert.

Wie das städtische Pressereferat auf Anfrage mitteilte, hätten sich Stadt und Land aber Ende 2015 geeinigt. In den ungefähr eine Million Euro teuren Umbau sollen ein Drittel Fördergelder fließen. Der Vergabe der Arbeiten habe der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 9. Februar zugestimmt. Als Baubeginn sei der 1. April vorgesehen, im November soll alles fertig sein. Das Verkehrsministerium bestätigte die Gespräche mit der Stadt. Klar sei, dass man sich einigen werde, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Hannelore Ahlers sieht die Ankündigungen daher skeptisch. „Es wäre ja schön, wenn’s endlich klappt. Wir wurden aber zu oft enttäuscht“, sagt die Neumühlen-Dietrichsdorferin, die seit Jahren jede Sitzung des Ortsbeirat aufmerksam verfolgt und daher auch die Geschichte des Ostringumbaus sehr gut kennt. Ihrer Meinung sei die Erneuerung der Straße längst überfällig. Es werde auch Zeit, dass das behelfsmäßige Verkehrsleitsystem – Betonringe und Plastikbaken – an der Einmündung zur Helenenstraße, wo der Kreisverkehr gebaut werden soll, verschwindet.

2013, 2014 und auch im Jahr 2015 – regelmäßig hatte die Stadt einen Termin für den Start der Umbauarbeiten an dem restlichen, 310 Meter langen Abschnitt der früheren Bundesstraße 502 und heutigen Kreisstraße 31 angekündigt. Der sollte sich eigentlich nahtlos an die ersten beiden Abschnitte des Ostringumbaus anschließen. Dabei wurde von 2009 bis 2012 die Lüderitzstraße an den Ostring angebunden und dieser von dort bis zur Nachtigalstraße von vier auf zwei Spuren zurückgebaut. Doch dann stockte das Vorhaben. Im Tiefbauamt wurde umgeplant, statt der ursprünglich vorgesehenen Ampel im Bereich Langer Rehm und Helenenstraße sollte ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Die Folge: Das Land hielt die von der Stadt eingeplanten Fördergelder in Höhe von 867000 Euro zurück. Die Begründung des Verkehrsministeriums vor gut einem Jahr: Der dritte Bauabschnitt weiche erheblich von der ursprünglichen Gesamtkonzeption ab.

Eigentlich war Ende der 1960er-Jahre schon alles entschieden: Die vom Bund mit hoher Dringlichkeit geplante Nordtrasse der neuen B502 sollte vierspurig von Neumühlen-Dietrichsdorf durch Mönkeberg und Heikendorf sowie an Brodersdorf vorbei bis Lutterbek gebaut werden. Ende 1974 sollte die neue Straße komplett befahrbar sein. Daraus wurde nichts, denn es gab in den Umlandgemeinden und in Kiel Kritik an der Trassenführung. Die Folge: Weitere 20 Jahre wurde über den Straßenverlauf gestritten, bis Bund, Land und Kommunen im Oktober 1993 den stufenweisen Ausbau der B502 mit einer Südtrasse – an Neumühlen-Dietrichsdorf, Mönkeberg und Heikendorf vorbei – vereinbarten. Im September 1994 wurde der Startschuss für den ersten Bauabschnitt von Neumühlen-Dietrichsdorf bis Schrevenborn gegeben. Parallel sollte in Neumühlen-Dietrichsdorf der vierspurige Ostring/Langer Rehm zurückgebaut werden. Der begann tatsächlich aber erst 2009. Vielleicht klappt’s in diesem Jahr, die unendliche Geschichte des Neu- und Umbaus der B502 nach einem halben Jahrhundert abzuschließen.

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