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Neue Laternen-Sorgen in Hammer

Straßenbeleuchtung Neue Laternen-Sorgen in Hammer

Neue Irritationen um die Laternen in Hammer: Im Wiepenkrog haben die Arbeiten zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung begonnen. Bei den Anwohnern sorgen die frisch gegrabenen Löcher nun für Verwirrung – liegen sie doch gut einen Meter vor den bisherigen Straßenlaternen und verschmälern vorerst die Straße.

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Am wiepenbrok in Kiel-Hammer werden neue Straßenlaternen errichtet. eine Anwohnerin befürchtet, dass sie zu nah an die Straße gebaut werden.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Hammer. „Wenn die Laternen tatsächlich dort stehen, wo jetzt gegraben wird, können die Autos hier nicht mehr aneinander vorbeifahren“, sagt Christel Kock. Die 71-Jährige wohnt im Wiepenkrog in Hammer und ist von den neuen Bauarbeiten irritiert. Schon jetzt sei es hier eng, wenn sich zwei Autos auf der Straße begegnen. Eines weiche dann meistens auf einen Teil des Grünstreifens neben der Fahrbahn aus. „Wenn hier ein Lkw entlangfährt, passt in Zukunft dann kein anderes Fahrzeug mehr vorbei“, ist sich Kock sicher. Nach rechts oder links ausweichen könne wegen der neuen Straßenlaternen dann niemand mehr.

Christel Kock macht sich vor allem Sorgen wegen eines möglichen Busverkehrs im Wiepenkrog. „Seit Ende Mai fährt hier wieder ein Bus. Der fährt aber nicht durch Hammer, sondern um Hammer herum“, erzählt Kock. Der Kleinbus fahre nur Haltestellen auf dem Damaschkeweg, dem Eiderbrook und dem Speckenbeker Weg an. Gerade für ältere Menschen, sei es schwierig zu den Haltestellen zu kommen. „Aber die sind ja auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen“, sagt Kock. Wenn die Straßenlaternen nun dichter an die Fahrbahn gebaut werden, werde ein Busverkehr durch den Wiepenkrog nicht mehr möglich sein, befürchtet die Rentnerin.

Auch Ärger um Bezahlung

Nach Darstellung des Tiefbauamts sind die Sorgen jedoch unbegründet. „Die Erdarbeiten finden im Zusammenhang mit der Erdverkabelung der Beleuchtung statt“, heißt es in einer Erklärung. Beim Aufstellen der neuen Masten werde berücksichtigt, dass die Straße nicht zusätzlich eingeengt werde. Zumindest die neuen Straßenlaternen würden somit der Einrichtung einer Buslinie durch den Wiepenkrog nicht im Weg stehen.

Um die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Hammer gibt es schon seit dem vergangenen Jahr Ärger. Anwohner hatten sich für den Erhalt der alten Holzlichtmasten stark gemacht – auch weil sie aufgrund des kommunalen Abgabegesetzes an den Kosten beteiligt werden. 85 Prozent der Gesamtkosten werden auf die Bewohner umgelegt. Auch eine Unterschriftensammlung Ende des Jahres, mit der sich die Unterzeichner klar gegen den Abbau der Holzlichtmasten und der Freileitungen aussprachen, konnte die Sanierung der Straßenbeleuchtung nicht stoppen.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Udo Rohkohl hat nur noch Laternen im Kopf. Am liebsten würde er die alten Exemplare behalten, doch die Vorbereitungen für den Austausch laufen bereits.

Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung sorgt wieder für Unruhe im Kieler Süden: Derzeit sind vor allem die Anwohner der Straße Wiepenkrog aufgebracht, nachdem sie Anfang des Monats abermals Post vom städtischen Tiefbauamt bekommen haben: Sie lehnen die LED-Leuchten ab.

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