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Vorgärten bleiben künftig dunkel

Straßenbeleuchtung Vorgärten bleiben künftig dunkel

Im vergangenen Jahr war die Aufregung um dunkle Ecken und mögliche Angsträume in Kiel groß. Für die kommende dunkle Jahreszeit sieht sich die Stadtverwaltung hinsichtlich der Straßenbeleuchtung hingegen gut aufgestellt, auch wenn noch nicht alle öffentlichen Bereiche ausgeleuchtet sind.

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Überall in Kiel – auch hier im Oppendorfer Weg in Dietrichsdorf – sollen Ende 2017 die Freileitungen verschwunden sein.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Unsere Straßenbeleuchtung in der Stadt ist modern, effizient und wirtschaftlich“, verkündete Harald Schwind, Leiter der Abteilung Verkehr des Tiefbauamtes, bei einer Infoveranstaltung am Dienstagabend. Alle Bürgerwünsche hinsichtlich einer Verbesserung der Straßenbeleuchtung konnte das Tiefbauamt jedoch nicht erfüllen. Das Amt führt hierfür eine Prioritätenliste und schreibt diese jedes Jahr fort. Waren im vergangenen Jahr noch 19 Maßnahmen aufgelistet, sind es in diesem Jahr zehn mehr. Wegen der Diskussion um die Angsträume hatte die Ratsversammlung das Budget für diese Maßnahmen von 100000 auf 170000 Euro angehoben. Dennoch kann auch 2017 wieder nur ein geringer Teil realisiert werden: Lediglich fünf von 29 Maßnahmen sind bereits erledigt oder im Auftrag. Es bleiben also immer noch etliche dunkle Ecken in Kiel.

Bessere Nachrichten gibt es für die Umstellung der Beleuchtungssysteme auf Erdverkabelung. Mit Ende des Jahres werde es im gesamten Stadtgebiet keine Freileitungen mehr geben. Die Umrüstung sei dann nach sechs Jahren abgeschlossen, kündigte Schwind an. Allerdings wurden erst die ab 2016 aufgebauten Lampen mit LED-Leuchten ausgestattet. Von über 22000 Straßenlampen im Stadtgebiet werden dann rund 1500, also sieben Prozent, mit LED ausgerüstet sein, der Großteil (61 Prozent) läuft noch mit Natriumdampf-Hochdrucklampen. Die neueste LED-Technik sei konkurrenzlos in Bezug auf Energieeffizienz und Lichtausbeute, dennoch habe es Kritik von Bürgern gegeben. Denn diese Technik gebe weniger Streulicht ab. Während Radwege und Bürgersteige gut beleuchtet sind, blieben Gebäude und Privatflächen im Dunklen. „Es ist ja auch nicht Aufgabe der Stadt, private Vorgärten zu beleuchten", sagte Schwind und verwies auf die Vorteile: „Andere Anwohner sind froh darum, dass es endlich nicht mehr in ihr Schlafzimmerfenster hineinleuchtet.“

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Ein Artikel von
Karen Schwenke
Lokalredaktion Kiel/SH

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