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Kieler SPD soll sich neu aufstellen

Strategie-Papier Kieler SPD soll sich neu aufstellen

Die Kieler SPD kann sich nach der jüngsten Landtagswahl zwar noch als Wahlsieger fühlen. Sie gewann alle drei Wahlkreise direkt. Doch laut Statistik hat sie 8,4 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen gegenüber der Wahl 2012 eingebüßt. Ein internes Papier soll helfen, einen neuen Kurs zu finden.

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Betretene Gesichter bei der Wahlparty in der „Räucherei“: Kiel bleibt zwar rote Hochburg, aber der landesweit deutliche Abstand zur CDU hatte alle überrascht.  Jetzt ist die Diskussion entfacht, wie sich die Partei in Kiel vor der Bundestags- und Kommunalwahl neu aufstellen sollte.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Mit 1600 Mitgliedern ist der SPD-Kreisverband die stärkste politische Kraft in Kiel. Doch viele Wähler sind nach der Analyse zur CDU und FDP gewechselt.  „Raus aus dem Jammertal“ und mit einer Neuaufstellung vor der Bundestags- und Kommunalwahl Aufbruch signalisieren – darauf setzen Staatssekretär Rolf Fischer, langjähriger Vorsitzender der Kreispartei, und die frühere Kreisvize Veronika Dicke. Nach einer Sitzung des Kreisausschusses fassten sie ihre Vorstellungen über die Erneuerung zusammen und stellen sie jetzt zur Diskussion.

Politikangebot für Wähler in der Mitte

Demnach sollte die Partei mit einem attraktiven Politikangebot vor allem wieder mehr Wähler in der Mitte erreichen und sich dabei neuen Kreisen öffnen.  „Die SPD braucht eine Zäsur", plädiert Fischer dafür, sich künftig etwa auch um kleine, innovative Unternehmen zu kümmern, Kunst und Kultur als wichtige Partner zu sehen. Dabei sollte die SPD an ihrem Leitthema „Mehr Gerechtigkeit für alle“ zwar festhalten, aber eine Zukunftsvision für "ein starkes Kiel" entwickeln mit Blick auf die Folgen der Digitalisierung, der Bevölkerungsentwicklung und des Wandels zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft für die Stadt.  Als ein Thema, um das sich die Partei "mit höchster Priiorität" kümmern sollte, nannte er die Sicherheit.

In dem Papier appellieren Dicke und Fischer an die Genossen, sich nicht vor der Kommunalwahl auf Bündnispartner festzulegen. Zudem sollten beide Wahlkämpfe für die Bundestagswahl im September und die Kommunalwahl im Mai 2018 sich in der politischen Linie nicht groß unterscheiden.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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