18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Die Querelen sind endlich Vergangenheit

Schulfusion Die Querelen sind endlich Vergangenheit

Der Streit um die Zusammenlegung von Friedich-Junge-Gemeinschaftsschule und Timm-Kröger-Schule sind beigelegt. Ministerin Britta Ernst besuchte die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, um sich selbst ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

Voriger Artikel
Drei Mädchen ins Eis eingebrochen
Nächster Artikel
Tschüs, bis zum nächsten Winter

Der kommissarische Leiter der Friedrich-Junge-Schule, Thomas Willers (li.), nutzte den Besuch von Schulministerin Britta Ernst (SPD), um ihr die aktuelle Situation nach Abwendung eines drohenden Standortwechsels zu schildern.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Es herrscht gespannte Ruhe an diesem Vormittag in der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule. Keine Spur mehr vom geballten Zorn der Schüler, Lehrer und Eltern, die sich 2013/2014 letztlich mit Erfolg gegen eine Standortverlegung vom Schreventeich in die sanierte ehemalige Timm-Kröger-Schule in der Wik stemmten (wir berichteten). Schulministerin Britta Ernst will sich an diesem Vormittag nun selber ein Bild von der aktuellen Situation machen. In diesem Fall auch sehr gerne in Begleitung von Pressevertretern, wie sie es über die Schulleitung verlauten lässt.

 Nicht presseöffentlich bleibt allerdings der interne Informationsaustausch zwischen dem hohen Besuch und dem Schulleitungsteam, zu dem sich beide Seiten im kleinen Kreis zurückziehen. Nein, die Befürchtungen, dass sich die ganzen Querelen der vergangenen Jahre negativ auf die inzwischen zusammengelegten Schulen auswirken könnten, hätten sich nicht bewahrheitet, gibt der kommissarische Schulleiter Thomas Willers auf Nachfrage dann doch noch zu Protokoll. „Und wir hoffen, dass das auch so bleibt.“

Positive Bilanz

 So sei die Zahl der Gemeinschaftsschüler am Standort Langenbeckstraße mit 460 stabil geblieben („mehr geht auch nicht“). „Etwas verbessert“ habe sich die Situation auch am Schulstandort in der Wik. In der Grundschule am Elendsredder seien zu Schuljahresbeginn 20 Anmeldungen erfolgt. Zu alten Timm-Kröger-Schulzeiten seien es nur zehn bis zwölf gewesen.

 Aufwärts gehe es am Elendsredder auch im Gemeinschaftsschulteil. Dort habe man jetzt zwei Züge zu je 18 Schülern bilden können. Etwa 60 Prozent gingen dabei auf externe Bewerbungen von Kindern anderer Kieler Schulen zurück. „Insofern hat uns die Zusammenlegung der Schulen nicht geschadet“, meint Willers.

Räumliche Enge

Trotzdem nutzt der kommissarische Schulleiter die Gunst des Ministerinnenbesuchs, um beim gemeinsamen Rundgang durch die Schule mit kurzen Unterrichtseinblicken auf den Platzmangel am Standort Langenbeckstraße hinzuweisen. Fünf Klassen im Gebäude seien definitiv zu klein. „Bei 26 Schülern pro Klasse ist definitiv Schluss, mehr gehen einfach nicht.“ Unter dem Strich gebe es mit der Stadt als Schulträgerin aber ein gutes Einvernehmen. „Auch wenn ein Anbau schon ein echter Gewinn wäre. So müssen wir zwangsweise improvisieren, kämpfen uns von Jahr zu Jahr.“

Die Ministerin nickt verständnisvoll, lobt den trotz der räumlichen Enge über Jahrzehnte hinweg erworbenen guten Ruf der Schule. „Wie sich hier die Lehrer darum kümmern, dass es für ihre Schüler nach dem Abschluss weitergeht, das ist schon vorbildlich.“ Das hätten ihr auch die Schüler in Gesprächen beim Schulrundgang noch einmal so bestätigt. Dann verabschiedet sich die Ministerin wieder zu einem Imbiss im internen kleinen Kreis.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3