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Stadt fordert Geld von Pädiko zurück

Streit um Zuwendungen Stadt fordert Geld von Pädiko zurück

Streit um Abrechnungen: Die Stadt Kiel ist überzeugt, zu viel Geld an den Verein Pädiko bezahlt zu haben. Sie setzte ein Ermittlungsverfahren in Gang. Der Verein, der 14 Kitas in Kiel betreibt, weist die Vorwürfe zurück. Laut Staatsanwalt besteht aber kein Verdacht auf persönliche Bereicherung.

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Überall in Deutschland haben die Städte (wie hier in Karlsruhe) die Kinderbetreuung in Tagesstätten und Tagespflege ausgebaut. Ein Abrechnungsstreit mit einem der 54 Träger in Kiel hat Ermittlungen ausgelöst.

Quelle: Uli Deck

Kiel. Wo ist das Geld geblieben? Das fragt sich die Stadt Kiel, die im Juli 2015 per Strafanzeige mögliche Unregelmäßigkeiten geklärt wissen wollte. Die Staatsanwaltschaft Kiel bestätigte auf Anfrage, dass sie seitdem gegen die Verantwortlichen des Vereins Pädiko ermittelt. Demnach hat die Stadt Kiel nach eigener Einschätzung in den Jahren 2012 bis 2014 viel zu viel Geld gezahlt. Nach Informationen von KN-Online handelt es sich um 3,5 bis vier Millionen Euro. „Nach ersten Erkenntnissen gehen wir aber nicht davon aus, dass sich eine Person persönlich bereichern wollte, sondern vielmehr glaubte, zum Wohl des Vereins zu handeln“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Die Stadt Kiel sei weiterhin an einer Zusammenarbeit mit dem Verein interessiert.

Geschäftsführerin weist Vorwürfe zurück

Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen verweist die Stadt auf die Staatsanwaltschaft und gibt keine Stellungnahme ab. Monika Clausing, Geschäftsführerin von Pädiko, weist die Vorwürfe zurück: „Wir haben unsere Verwendungsnachweise pünktlich und aus unserer Sicht ordnungsgemäß eingereicht.“ Einen Dissens bei einzelnen Posten, Höhen von Mieten und Personalkosten in den vergangenen Jahren räumt sie jedoch ein. Habe die Stadt aber nach einer Prüfung Rückforderungen gestellt, habe der Verein sie gezahlt. Die Politik fordert die Aufklärung des Vorgangs.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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