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Glücklich auf zehn Quadratmetern

Studentisches Wohnen Glücklich auf zehn Quadratmetern

Das Abitur ist geschafft, der Studienplatz nach langer Qual der Wahl gefunden. Doch schon stehen viele junge Menschen direkt vor dem nächsten Problem: Zur Uni von den Eltern aus zwischen fahren oder den neuen Lebensabschnitt nutzen für einen räumlichen Neuanfang?

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Tina Fröhlich (23) wohnt in einem Zimmer des Edo-Osterloh-Hauses. Sie studiert Wirtschaftsingenieurwesen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Alleine wohnen, mit dem Partner zusammenziehen oder in eine WG übersiedeln? Welche Wohnmöglichkeiten Studierende in Kiel haben, beleuchtet die Serie „Studentisches Wohnen“ in den kommenden Wochen. Zum Auftakt öffnet die Kieler Studentin Tina Fröhlich ihre Zimmertür für einen Einblick in ihr Leben im Studentenwohnheim.

 Alleine wohnen, aber günstig. Das war die Prämisse, nach der die 23-Jährige ihre Wohnwahl traf. „Vorher habe ich mit meinem Freund zusammengewohnt. Ich wollte aber einmal in meinem Leben wirklich ganz für mich alleine wohnen, um mich weiter zu entwickeln“, erklärt die Wirtschaftsingenieurwesen-Studierende.

 Gesagt, getan. Sie bewarb sich beim Studentenwerk Schleswig-Holstein um einen der heiß begehrten Wohnplätze und musste nicht lange auf eine Zusage warten. Das ist nicht unbedingt der Regelfall, die Versorgungsquote mit Wohnheimplätzen ist gering. Fröhlich hatte Glück und bekam im größten Studentenwohnheim Schleswig-Holsteins, dem Edo-Osterloh-Haus (EOH), nicht nur das gewünschte Einzelzimmer, sondern war auch gleich Erstbezieherin ihres Raums. „Ich bin in das frisch renovierte Haus Nummer acht eingezogen.“ Auch die EOH-Gebäude vier und zehn wurden in 2014 modernisiert und ausgebaut. Insgesamt 69 Wohnplätze wurden dadurch zusätzlich geschaffen.

 Das rund zehn Quadratmeter große Raum ist mit integriertem Bad (inklusive Dusche und WC), mit einem Bett, sowie Schreibtisch und Stuhl ausgestattet. Viel mehr passt auch nicht in das enge Zimmer, „Mich stört das nicht, ich habe alles, was ich brauche und bin generell viel unterwegs“, so Fröhlich. Das Zimmer ist für sie ein Rückzugsort, wenn sie für eine ihrer zahlreichen Klausuren konzentriert lernen muss oder sich vom Tag in der Unibibliothek bei ihrer Lieblingssendung „Die Simpsons“ erholen will.

 Gesellschaft hat die gebürtige Schinkelerin genug: „Ich bin oft bei meinen Freunden und meine Familie wohnt auch nicht weit weg“. Mit ihren 15 Flur-Mitbewohnern aus aller Herren Länder kann sie beim Essen Kontakt knüpfen: „Wir haben auf jedem Flur eine Gemeinschaftsküche.“ Natürlich gebe es hier ab und zu Probleme wegen verschwundenen Gegenständen, „aber man kann seine Sachen in einem Schrank einschließen“.

 Die Miete liegt inklusive aller Betriebs- und Nebenkosten bei 205,38 Euro im Monat. „Internet habe ich auch kostenlos über die Uni.“ Mit der Lage des EOH in Projensdorf ist die Studierende ebenfalls voll zufrieden. Es gibt zudem ein Außengelände mit Grillplatz, einen Musikraum, Tischtennisfläche und einen Wäscheraum. „Da bleibt kaum ein Wunsch offen“.

 Verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheken seien wunderbar innerhalb von zehn bis 15 Minuten zu Fuß erreichbar. „Und zur Uni und zu meinem Nebenjob sind es auch nur zehn Minuten mit dem Bus.“

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Ein Artikel von
Gunda Meyer
Holsteiner Zeitung

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