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Studienjahr der Superlative an der CAU Kiel

Erstsemesterbegrüßung Studienjahr der Superlative an der CAU Kiel

Für die Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel beginnt ein Studienjahr der Superlative: Mit 26000 eingeschriebenen Studierenden knackt die Uni den Rekord aus dem Vorjahr (rund 25000). Auch die Zahl der neuen Studierenden (5100) und Erstsemester (3900) war noch nie so hoch.

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3900 Erstsemester sind an der CAU Kiel eingeschrieben.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Hinzu kommen die rund 7100 Studierenden der Fachhochschule und die über 600 Muthesius-Kunsthochschüler, sodass Kiel insgesamt auf etwa 34000 Studierende kommt. Wie bereits im vergangenen Jahr, erfreuen sich die Lehramtsstudiengänge einer besonders großen Beliebtheit: 1030 Erstsemester starten mit dem Ziel, Lehrer zu werden, davon 787 auf Bachelorniveau. Doch bedeutet der große Ansturm auch Wohnungsnot und Hörsäle, die aus allen Nähten platzen?

 Kerstin Klostermann, Sprecherin des Studentenwerks Schleswig-Holstein, sieht die Situation gelassen: „Die Nachfrage nach Studentenwohnheimplätzen ist im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben.“ 3000 Wohnheimplätze gibt es im Lande, 2000 davon in Kiel. Auf der Warteliste stehen derzeit 498 in der Landeshauptstadt, 337 in Lübeck, 218 in Flensburg, 65 in Heide und acht in Wedel. „Zum Wintersemester sind die Wartelisten immer etwas länger, aber in der Regel können wir im Laufe des Semesters die komplette Warteliste abarbeiten“, so Klostermann.

 Trotzdem liegt Schleswig-Holstein mit einer Versorgungsquote von 5,6 Prozent unter dem Bundesschnitt von 9,69 Prozent. Für ausländische Studierende ist es laut dem International Center der Uni besonders schwierig, eine Bleibe zum Semesterstart zu finden.

 Diejenigen, die bislang keine Wohnung gefunden haben, könnten Angebote wie „Wohnen für Hilfe“ oder „Deine Couch gegen Wohnungsnot“ wahrnehmen, bei denen Wohnraum gegen Hilfe im Haushalt geboten wird oder die Neu-Kieler ein paar Tage auf einer Luftmatratze oder Couch unterkommen.

 „Der Ansturm kommt für uns nicht plötzlich, wir konnten uns gut darauf vorbereiten“, sagt Raissa Nickel von der Pressestelle der CAU. Die Studierenden müssten nicht auf den Treppen sitzen. „Einige Veranstaltungen werden doppelt angeboten und es wurden zum Semesterbeginn rund 100 neue Stellen geschaffen.“ Auch beim Abriss der Angerbauten wurde darauf geachtet, dass dadurch keine Hörsäle ersatzlos gestrichen werden. „Der Teil, der zurzeit abgerissen wird, stand ohnehin leer, und die anderen Bauten werden erst abgerissen, wenn Ersatz geschaffen wurde.“

 Man werde die Entwicklung im Auge behalten und notfalls noch einmal nachlegen. Es bestehe unter anderem die Möglichkeiten, die Kernvorlesungszeiten auszuweiten. Das hat die Fachhochschule aus Raumnot bereits getan und bietet Vorlesungen auch abends und sonnabends an. Auch dort wurde das Personal aufgestockt, damit es nicht hakt im Lehrbetrieb.

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Die Wohnungsnot der Studierenden ist zwar gewaltig. Aber eigentlich ist sie nur ein Beispiel für das generelle Wohnungsproblem, das Menschen mit kleinem Geldbeutel in Kiel haben. Es sind nicht nur die mehr als 1000 Studierenden, die in diesem Herbst noch keine Bleibe in der Landeshauptstadt haben.

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