12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Kleine Wohnungen im Norden teurer geworden

Studierende Kleine Wohnungen im Norden teurer geworden

Das neue Semester steht vor der Tür. Doch die Wohnungssuche für die Studierenden im Norden bleibt schwierig. Laut einer aktuellen Studie sind die Mietpreise in Hamburg und Kiel seit 2010 immer weiter geklettert - und das Wohnen werde noch teurer.

Voriger Artikel
Einbrecher kurz nach der Tat festgenommen
Nächster Artikel
"Gorch Fock“ fällt länger aus als erwartet

Viele Wohnungen, aber doch zu wenig: bezahlbarer Wohnraum bleibt Mangelware.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel/Hamburg.   Studierende auf Wohnungssuche im Norden müssen für ihre Bleibe mehr Miete zahlen als noch vor ein paar Jahren - und die Preise werden weiter steigen. Das hat eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Deutschen Real Estate Funds ergeben. Doch im Vergleich zu anderen Städten liegen Hamburg und Kiel bei der Preisentwicklung noch im Mittelfeld, sagte der Leiter der Studie, Michael Voigtländer, der Deutschen Presse-Agentur. Rund 37 Prozent mehr Miete mussten Hochschüler 2016 in Berlin abdrücken als noch vor sechs Jahren. In Hamburg waren es 15,6 Prozent und in Kiel 16,5 Prozent.

Die Forscher untersuchten insgesamt die Situation in 15 Groß- und Universitätsstädten. Dabei schauten sie sich auch die Entwicklung der Durchschnittsmieten an. Mussten Studenten im ersten Halbjahr 2010 noch sechs Euro pro Quadratmeter bezahlen, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits sieben Euro. In Hamburg kletterte der Preis von neun auf elf Euro.

Die Betrachtung einer exemplarischen studentischen Musterwohnung inklusiver Nebenkosten ergab: In Kiel erhöhte sich der Preis von 331 auf 364 Euro, in Hamburg von 422 auf 466 Euro. „Hamburg ist deutlich teurer“, sagte Voigtländer. „Ist allerdings vom Preisniveau her nicht so hoch wie beispielsweise München.“ Die Hochschüler konkurrierten mit anderen Gruppen um günstige kleine Wohnungen - etwa mit Berufsanfängern, Pendlern oder Senioren. In Städten wie Bochum oder Siegen sei die Lage noch relativ entspannt.

Die Auswertung bezieht sich nach Angaben des Studienleiters auf den freien Wohnungsmarkt, beinhaltet Zimmer in Wohngemeinschaften und kleine Wohnungen. Studentenwohnheime wurden ausgeklammert. „Die liegen deutlich unter dem Markt, aber da gibt es natürlich auch lange Wartelisten.“ Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse habe bislang noch keine sichtbaren Ergebnisse gebracht. „Wir werden weitere Preissteigerungen erleben“, ist sich Voigtländer sicher. „Wir haben in den meisten Städten eben das Problem, dass zu wenig gebaut wird. Der Druck bleibt hoch.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Wohnungsnot in Kiel
Foto: Lena Schadte ist eine von 22 Kielern, die für Studierende im Rahmen der Asta-Aktion „Deine Couch für Erstis“ eine Schlafmöglichkeit bereit halten.

Der Druck ist riesig. Vor den schwarzen Brettern an der Uni scharen sich Studierende auf der Suche nach einer Bleibe, haben eine frustrierende Wohnungsbesichtigung nach der anderen oder sitzen weinend beim Mieterverein auf Hilfe hoffend. Sie alle haben dasselbe Problem: eine bezahlbare Wohnung in Kiel finden.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3