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Suchsdorfer erwarten Positionierung des Ortsbeirates

Geplante Flüchtlingsunterkunft Suchsdorfer erwarten Positionierung des Ortsbeirates

Auf der Tagesordnung stand das Thema Flüchtlingsunterkunft in der Nähe zum Neubaugebiet Suchsdorf an der Au zwar nicht, aber es wurde zum Hauptthema. Gefordert wurden vor allem Wohnideen für eine dezentrale Lösung, mehr Transparenz und ein Ortsbeirat, der sich zu diesem Thema positionieren soll.

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Hier soll die geplante Flüchtlingsunterkunft in Suchsdorf entstehen.

Quelle: Frank Peter

Suchsdorf. Rund 65 Suchsdorfer kamen zur Sitzung, die sich eigentlich nur mit dem Sachstand des Baufortschritts Eckernförder Straße 421 beschäftigten wollte. Es wurde aufgewühlt über ein Containerdorf am Neubaugebiet Suchsdorf an der Au diskutiert, „dabei wird erst noch geprüft, ob sich das Grundstück überhaupt eignet“, versuchte Vorsitzender Reinhard Warnecke (SPD) die Wogen zu glätten. Mit Ergebnissen sei erst in vier bis sechs Wochen zu rechnen.

 Viele Anwohner kritisierten die mögliche Errichtung des Containerdorfes für 170 Flüchtlinge, weil es Integration verhindern und Ghettoisierung bewirken würde. Und so wurden Vorschläge für Alternativen zur Unterbringung gemacht, wie das leerstehende Gebäude Margaretental oder das ehemalige Textilgeschäft KiK an der Eckernförder Straße. „Die sind aber in Privatbesitz. In der Tat könnte man auf der KiK-Gewerbefläche Wohnraum schaffen, um die Wohnungsnot insgesamt zu lindern“, so Warnecke.

 „Denn wir haben hier Wohnungsnot und werden die Flüchtlinge im Containerdorf unterbringen müssen, weil wir sie nicht draußen stehen lassen können“, erklärte Dietrich Koch (Grüne) und forderte Bürger und Vermieter auf, statt Lippenbekenntnisse abzugeben sich zu organisieren und zu sagen, wo es denn alternativen Wohnraum gebe.

 Einige Suchsdorfer erwarteten, dass sich der Ortsbeirat zu diesem Thema positioniere. „170 Flüchtlinge auf 11000 Suchsdorfer, das müssten wir hinbekommen, auch wenn Container nicht die beste Lösung sind. Aber die Flüchtlinge sind nun mal da“, äußerte sich Warnecke. Sein Stellvertreter Hans-Jürgen Lembke (CDU) erklärte, dass man erst einmal die Entscheidung der Stadt abwarten müsste, um eine verbindliche Meinung, die auf Fakten beruht, dazu abgeben zu können.

 Und so einigte man sich, dass beispielsweise Fragen nach genügend Kindergartenplätzen oder Bedenken, dass es doch mehr Flüchtlinge werden könnten, an die Stadt weitergereicht werden. „Wenn es nähere Informationen gibt, wird es auch eine weitere Veranstaltung geben. Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, was die Prüfung ergibt“, so Warnecke. Während der Diskussion berichtete Pastor Wilko Teifke, dass es schon ein Treffen von 100 integrationsbegeisterten Suchsdorfern gegeben habe, um gemeinsam initiativ zu werden und eine Willkommensinitiative zu gründen.

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