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Mehr als nur Schokoeier

Süßes zu Ostern Mehr als nur Schokoeier

Hasen, Eier, Lämmer oder Küken: Zu Ostern gehört feine Schokolade in bunter Vielfalt. Mitte der 70er Jahre stellte der Kieler Heinrich Johannes Pinn Schokoladensorten her. Heute versüßen Konditoren wie Anke Lehmann von Schokodeern und Corinna Fleißer von Zweifach den Kielern die Feiertage.

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Bei der Schokodeern gehören Lämmer zum Ostersortiment, sie wurden per Hand geschminkt.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. 1874 eröffnete Heinrich Johannes Pinn eine Bonbonfabrik in Kiel und stellte über 60 Sorten her. Mitte der 70er Jahre waren es bereits über 2000 Sorten Süßes, darunter auch die Kieler Schokoladenstangen, die mit einer Kuvertüre versehen wurden. Einige seiner Gussformen sind heute noch im Stadtmuseum Warleberger Hof zu sehen.

Nutzte man früher noch Metall oder Edelstahl, um die Schokolade in Form zu bringen, kommt heute leichter Kunststoff zum Einsatz.

Damit die Schokolade schön bricht und knackig ist, kommt es auf die hochwertigen Zutaten wie die Kuvertüre aus der Edelkakaobohne an, die dann nur noch mit Kakaobutter und Rohrohrzucker verfeinert wird. „Das macht die Schokolade nicht zu süß, aber ausgeprägt im Geschmack und bekömmlich“, erklärt Anke Lehmann, Leiterin der Backstube der Schokodeern. Ebenso wichtig sei der dreiteilige Schmelzvorgang und die richtige Temperatur.

Schoko mit Spinat oder Roter Beete

Für die Lämmer nimmt sie weiße Schokolade, die aus Kakaobutter, Zucker und Milchpulver besteht. Zwei bis dreimal wird ein Hohlkörper damit ausgegossen, damit die richtig Wandstärke entsteht. „Dann schminken wir sie per Hand mit Kuvertüre, die mit Spinat oder roter Beete gefärbt wurde“, beschreibt die Konditorin. An der Bemalung könne man auch schon erkennen, ob eine Schokoladenfigur industriell oder eben handgefertigt sei. Das aber braucht alles Zeit und so gehen für zehn Lämmer schon mal vier bis fünf Stunden Produktionszeit ins Land.

Geheimtipp: Formen aus dem Adventskalender

Corinna Fleißer ist Mitinhaberin von Zweifach. Sie setzt bei der Produktion auf eine französische, säurebetonte und ausdrucksstarke Kuvertüre. Hochwertige Rohstoffe und die richtige Temperierung sind bei ihrer Produktion das A und O. „Wer zu Ostern selber Figuren aus Schokolade herstellen möchte, sollte an der Kuvertüre nicht sparen“, rät sie. Die Kuvertüre wird erst in einer Schüssel im Wasserbad auf 48 bis 50 Grad erhitzt, dann kommen kalte Kuvertüre-Stücke hinzu, um die Schokolade wieder auf 28 Grad abzukühlen. Dann wird sie wieder auf 31 Grad erhitzt, „sonst bekommt sie weder Glanz noch guten Bruch“, betont die Konditormeisterin.

Formen aus speziellem Kunststoff gibt es im Fachhandel. „man kann aber auch gut die Formen aus einem Adventskalender nehmen“, nennt sie als Tipp. Die Formen müssen bis zum Rand gefüllt werden und dann erkalten.

Das allerwichtigste an Süßigkeiten ist für beide, dass man sich bei Kaffee oder Tee genügend Zeit für den Genuss nimmt. „Ohne Stress und am besten mit der mildesten Sorte wie Nougat anfangen“, sagt Anke Lehmann.

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