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Mit voller Kraft gegen Diskriminierung

THW-Handballer Christian Sprenger Mit voller Kraft gegen Diskriminierung

Das Gymnasium Elmschenhagen ist seit Mittwoch eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und sagt damit Diskriminierung und Mobbing den Kampf an. Christian Sprenger, THW-Handballer mit internationaler Erfahrung, unterstützt die Kampagne als Pate.

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Für Courage – Hand drauf: Auch THW-Handballer Christian Sprenger besiegelte als Pate mit seinem Handabdruck seine Unterstützung für das Netzwerk gegen Rassismus.

Quelle: Karin Jordt

Elmschenhagen. „Rassismus ist echt schlimm“, findet Sprenger, genannt Sprengi: Er habe im Handball häufig mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen gespielt, „da war immer Respekt und ein gutes Miteinander wichtig“, erklärt der 1,90 Meter große Rechtsaußen mit der Nummer Elf bei einer Feierstunde auf dem Pausenhof. Das Gymnasium Elmschenhagen ist die 51. Schule in Schleswig-Holstein, die dem Netzwerk gegen Rassismus beitritt. Um den Titel zu erhalten, müssen sich mindestens 70 Prozent der Menschen, die in der Einrichtung lernen und arbeiten, mit ihrer Unterschrift dazu verpflichten, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzuschreiten und das Thema einmal pro Jahr in einem Projekt aufzugreifen. Außerdem müssen sich die Jugendlichen einen Paten suchen.

 Auch wenn Rassismus am Gymnasium bislang kein Problem war, sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzten, finden die Mitglieder der Schülervertretung (SV). Sie bekamen nicht nur die geforderten Unterschriften zusammen, sondern konnten auch den Handballstar als Unterstützer gewinnen. Schließlich hat Schulleiter Ulrich Tobinski, der rund zehn Jahre lang Handball-Nachwuchstrainer beim THW war, immer noch gute Beziehungen zum Verein. Sprengi ließ sich dann auch nicht lange bitten, als Gäste, Lehrkräfte und Schüler aufgerufen wurden, ihren Handabdruck mit Farbe als Bekräftigung zu hinterlassen. Die großen Tafeln mit den gelben, blauen und roten Abdrücken sollen später im Gymnasium aufgehängt werden und an die Ziele des Projektes erinnern.

 „Der Handabdruck zeigt, dass die Schüler mit dem Slogan einverstanden sind“, betonte Tobinski, der ebenfalls einen kräftigen, roten Abdruck auf der weißen Platte hinterließ. Kein Rassismus – „das sollte eine Selbstverständlichkeit sein“, meinte der Schulleiter. „Das Projekt liegt uns am Herzen“, sagte Lea Eichstädt (17) von der SV: „Wir wollten ein Statement setzen.“ Der Handabdruck solle ein zusätzliches Versprechen sein, Diskriminierung nicht zu dulden.

 „Ihr seid nun ein Teil des Netzwerkes“, erklärte Landeskoordinatorin Medi Kuhlemann, die die Urkunde überreichte und über fachliche Unterstützung informierte. Mit der Unterschrift werde ein Zeichen gesetzt – „damit seid ihr auch Vorbilder für andere“. Schulelternbeirat Michael Kosmahl hofft, dass der Titel „auch ein Signal für den Stadtteil ist“.

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