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Musikalischer Tanz auf dem Vulkan

Tabaluga in Kiel Musikalischer Tanz auf dem Vulkan

So groß raus kam der kleine Kerl in seiner über 30-jährigen Karriere wohl noch nie. Wenn Tabaluga am 7. Dezember das Publikum der Sparkassen-Arena mitnimmt auf seine Abenteuerreise nach „Grünland“, dürfte das eine Show der Superlative werden.

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Die Pracht der Tabaluga-Show von 2012 soll bei der Neuauflage in diesem Jahr noch einmal überboten werden.

Quelle: Tabaluga-Enterprises

Kiel/Hamburg. Mehr als 180 Mitwirkende, darunter 22 Tänzer, fünf Bühnen, 47 Szenen mit 26 Songs, eingebettet in ein überdimensionales Bühnenbild mit jeder Menge neuer Effekte.

 Peter Maffay wirkt etwas erschöpft. Einen „Ritt“ quer durch die Republik mit zahllosen Pressekonferenzen hat er bereits hinter sich, um nun auch in Hamburg den norddeutschen Fans erste Details zur neuen Tabaluga-Show zu verraten. „So etwas Großes mit so viel Aufwand haben wir mit Tabaluga bisher noch nie getrieben.“ Das sei diesmal aber auch angemessen. Denn das Thema der Show „Es lebe die Freundschaft“ komme angesichts all der massiven Krisen und Probleme „jetzt genau zur richtigen Zeit“.

 Die zentrale Botschaft des Stücks: Wenn die Übermacht der Probleme alle gleichermaßen bedroht, hilft nur Zusammenarbeit. So ist es auch im neuen Stück: Ein Vulkanausbruch bedroht Tabalugas „Grünland“ und Arktos’ „Eiswelt“ gleichermaßen, nur Zusammenarbeit verhindert das Schlimmste, aus Feinden werden (fast) Freunde.

 Obwohl es noch mehr als fünf Monate dauert bis zur Premiere in Hamburg (7. Oktober), laufen die Vorbereitungen bereits auf vollen Touren. Aufgrund des riesigen technischen Aufwands finden die Proben aber nicht wie sonst üblich in einer Halle, sondern in einem auf Monumental-Shows spezialisierten Studio in Heidelberg statt. Dort werden die Licht-und Toneffekte entwickelt, die Figuren des Stücks als Puppen über die noch virtuellen Bühnen geführt und alle Daten dazu digital gespeichert. „Wir können nur hoffen, dass alles passt, wenn wir vor der Premiere in Hamburg die Stecker in die Buchsen der großen Anlagen stecken“, hofft Regisseur Rufus Beck: „Ansonsten hätten wir ein echtes Problem.“

Erfolg seit 30 Jahren

 Völlig unproblematisch, weil auch nach 30 Jahren ungebrochen, ist die Neugier des Publikums auf Tabalugas Abenteuer. Schon jetzt sind nach Veranstalterangaben über 300000 Tickets für die 64 Shows in 19 Städten verkauft. Auch das Tabaluga-Album „Es lebe die Freundschaft“ schoss kurz nach seinem Erscheinen im vergangenen Herbst von Null auf Platz eins der deutschen Albumcharts.

 Die aus den Album-Songs heraus entwickelte Geschichte ist laut Maffay eine Mischung aus alten und neuen Elementen. So kehrt zum Beispiel nach längerer Pause Tabalugas alte Liebe Lilli wieder auf die Bühne zurück. Aber es gibt auch neue Figuren wie den Punk-Hasen oder die Lederhosen-Piggy. „Nicht alle Besucher kennen die lange Vorgeschichte von Tabaluga“, erklärt Maffay das Konzept, „trotzdem soll jeder der neuen Show ohne Probleme folgen können.“

 Problemlos verläuft offenbar auch die Anwerbung von Stars der Branche für Gastauftritte in einigen Städten. Fest zugesagt haben beispielsweise Tim Bendzko, Johannes Oerding, Samy Deluxe, Laith Al-Deen oder Mario Adorf. Die Liste könnte mit weiteren bereits auf dem neuen Tabaluga-Album vertretenen musikalischen Gästen wie Helene Fischer, Otto oder Udo Lindenberg noch illustrer werden.

 Wer davon in welcher Stadt zu sehen sein wird, entscheide sich erst im Spätsommer. „Aber die Bereitschaft, bei uns mitzumachen, ist extrem hoch“, versichert Maffay, „wir müssen da nicht groß betteln.“ Bereits fest gebucht ist Uwe Ochsenknecht für seine Doppelrolle als Wahrsagerin und „Pechvogel“. Und weil er schon zweimal so wunderbar den eiskalten Fiesling Arktos mimte, kam dafür auch nur einer in Frage: Heinz Hoenig.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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