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Tabaluga kehrt farbenfroh zurück

Auftritt in Kiel Tabaluga kehrt farbenfroh zurück

„Tabaluga wird es in dieser Form nie wieder geben“ – mit diesem Satz hätte Peter Maffay vor vier Jahren dem Kieler Publikum am Schluss fast noch die Laune verdorben. Doch die Fans dürfen sich freuen. Tabaluga ist seit dem vergangenen Wochenende wieder auf Tour. Am 7. Dezember wird er in der Kieler Sparkassen-Arena erwartet.

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Rasanter Auftakt der neuen Show: Peter Maffay, Tabaluga-Darstellerin Sophia Schönert und Rufus Beck als Magier flitzten bei der Hamburger Premiere im Mini-Käfer-Cabrio von Bühne zu Bühne.

Quelle: Georg Wendt

Hamburg/Kiel. Und dann wird der Drache mit einer neuen Geschichte, alten Freunden und jeder Menge Superlativen erwartet.

Als die rund 10000 Besucher zur Tabaluga-Premiere in die Hamburger Barclaycard-Arena strömen, läuft schon eine Art Vorfilm auf der gigantischen LED-Leinwand. Überdimensionale Blumen wiegen sich sanft im Wind, Schmetterlinge umflattern Pilze mit Gesichtern. Tabalugas Grünland ist als Animation lebendig geworden, reale Kulissen braucht man so gut wie keine mehr. In der neuen Tabaluga-Folge „Es lebe die Freundschaft“ ist es eher umgekehrt. Sänger, Tänzer und Band agieren fast wie Statisten in der fast drei Stunden langen Show (inklusive Pause), die wie ein 3-D-Film den ganzen Saal mit in die Geschichte hineinzieht.

 Damit das in den großen Hallen funktioniert, gibt es zusätzlich vier Satellitenbühnen, die weit ins Parkett hineinragen. So darf Peter Maffay zum Auftakt der mittlerweile vierten Folge des Rock-Märchens in einem rot-schwarzen Marienkäfer-Cabrio mit Drachen auf dem Rücksitz in einem Rundkurs von Bühne zu Bühne flitzen. Oder Figuren erscheinen und verschwinden dort in mystischen Eisnebeln.

 Überhaupt ist die neue Tabaluga-Show visuell die aufwendigste und prächtigste, die das insgesamt 180-köpfige Produktionsteam nach einem Jahr intensiver Vorarbeit auf die Bühne(n) gestellt hat. Die monumentalen LED-Projektionen verwandeln die Arena in immer neue Welten: Grünland mit seiner Farbenpracht voller Blüten und Insekten, Eisland mit schneebedeckter, frostiger Vegetation, eine Unterwasserwelt voller dahingleitender Quallen und bunter Fische.

 Bis zum spannenden Finale, bei dem Tabaluga nur mit Hilfe seiner Widersacher aus Eisland dem Lava speienden Vulkan seine alles zerstörende Kraft rauben kann, müssen sich die Besucher allerdings über weite Strecken gedulden. Denn Regisseur Rufus Beck (auch Darsteller des Magiers und Glückskäfers) hat in der ersten Hälfte ein Tabaluga-„Best of“ mit vielen bereits bekannten Songs zusammengestellt. Doch der dramaturgische Zusammenhalt der Nummernfolge erschließt sich nicht jedem unmittelbar.

 Dafür darf sich das Publikum an einem wahren Feuerwerk komödiantischer Einlagen freuen. Zum Beispiel über Uwe Ochsenknecht als Kameliendame mit Walla-Perücke oder als „Pechvogel“ mit Gipsbein. Das 22-köpfige Ballett reißt das Publikum durch eine unglaubliche Wandlungsfähigkeit mit. Fast im Viertelstundentakt wechseln die Tänzer Kostüme, dann sind sie Ameisen, Bienen, Eisbären, Haremsdamen, Hasen oder Kraken.

 Ebenfalls zum Erfolgsrezept der Show gehören weiterhin die Gastauftritte von Stars der Branche. So gab sich am Premierenwochenende zum Beispiel Max Mutzke mit „Es lebe die Freundschaft“ oder „Dafür sind Freunde da“ die Ehre. Auch der vielleicht prominenteste Tabaluga-Freund, Udo Lindenberg, kam zwar zur Premierenfeier, hätte auch gerne auf der Bühne gestanden, steckt aber gerade selber mitten in den Proben für das Musical „Hinterm Horizont“.

 Welche Gaststars in Kiel mit dabei sein werden, bleibt noch ungewiss. Fest zum Ensemble gehören jedenfalls weitere bekannte Namen wie Heinz Hoenig als frostiger Fiesling Arktos oder DSDS-Kandidatin Linda Teodosio, die Tabalugas Freundin Lilly spielt.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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