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Verfrühte Rückkehr des Psychopathen

Tatort aus Kiel Verfrühte Rückkehr des Psychopathen

Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für alle Kieler „Tatort“-Fans: Nach den Terroranschlägen von Paris hat das Erste die Ausstrahlungstermine der Krimi-Reihe geändert, und so ist „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ nicht erst an Neujahr 2016, sondern am ersten Adventsonntag ab 20.15 Uhr zu sehen.

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Die Rückkehr des stillen Gastes: Der sichtlich verschrammte Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg, rechts) scherzt hier noch mit Serienkiller Kai Korthals (Lars Eidinger, links). Das dürfte nicht von Dauer sein.

Quelle: NDR

Kiel. Ursprünglich sollte Til Schweiger als Hamburger LKA-Ermittler am vergangenen und am nächsten Sonntag als Terroristenjäger im Einsatz sein. Das allerdings war den Verantwortlichen der ARD aus moralischen Gründen zu heikel, so dass stattdessen die Ausstrahlung zweier anderer Produktionen des NDR vorverlegt wurde. Stand vergangene Woche noch Hannover im Zentrum des „Tatorts“, wird nun also in Kiel ermittelt – und zugleich eine ganz besondere Premiere gefeiert.

Noch nie in der 40-jährigen Geschichte der TV-Serie ist eine Fortsetzung gedreht worden. Kein Krimineller hatte das Privileg, noch einmal zurückzukehren. Und glaubt man den Verantwortlichen, so war vor drei Jahren, als „Borowski und der stille Gast“ produziert wurde, zunächst auch keine Fortsetzung geplant. Doch als auch noch Monate nach der Erstausstrahlung im September 2012 über den psychopathischen Paketboten Kai Korthals, der „durch die Wand“ in die Wohnung von Frauen eindringt und seine Opfer bestialisch tötet, in Fan-Foren diskutiert und in Büros noch immer über die Szene angewidert geredet wurde, in der der Mörder sich mit fremden Zahnbürsten das Gebiss putzt, wuchs bei Drehbuchautor Sascha Arango die Idee für ein Sequel. Tatsächlich hatte er dafür alle Voraussetzungen geschaffen, in dem er den Serienkiller am Ende der Episode entkommen ließ. Auch das hatte es zuvor noch nicht gegeben.

Nun kehrt Korthals, dargestellt von Lars Eidinger, zurück. Zurück an die Förde, zurück zu Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg). Der ist allerdings mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Er ist verliebt, plant seine Hochzeit mit Frieda Jung (Maren Eggert) – jener Psychologin, die vor vier Jahren überraschend aus dem Kieler „Tatort“ verschwunden war. Nun ist sie zurück, aber eben nicht nur sie.

Am Strand wird eine junge verwirrte Frau in einer Kühltruhe gefunden. Die meiste Zeit ihres Lebens hat sie in der Psychiatrie verbracht. Die Vernehmungen sind schwierig, bis das Opfer zu zeichnen beginnt und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) in den Bildern die Gesichtszüge des entkommenen Kai Korthals erkennt. Der hatte sich jahrelang versteckt, wollte eigentlich ein normales Leben führen. Als ihm Borowski und Brandt in die Quere kommen, sinnt der Serientäter auf Rache und nimmt Frieda Jung ins Visier. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – für die Fernsehzuschauer ein Wechselbad der Gefühle, voller überraschender Wendungen und Schockmomente. Nichts ist und bleibt, wie es vorher war: So quittiert der ansonsten so besonnene Kommissar Borowski nicht nur seinen Dienst, er übt auch Selbstjustiz und vergisst zumindest zeitweise Recht und Gesetz.

Ob die Krimi-Welt am Ende wieder in Ordnung ist? Am Sonntag ab 20.15 Uhr können es die „Tatort“-Fans herausfinden. Korthals-Darsteller Eidinger hegt zumindest schon neue Pläne. Er wünscht seiner Figur, dass sie auch noch in anderen „Tatort“-Reihen auftauchen könnte, um den Ermittlern anderer Städte das Leben schwer zu machen. „Oder vielleicht sogar eine eigene Reihe.“

KN-online twittert hier live zum Tatort.

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Nach den Spitzenquoten der vergangenen Wochen war die Messlatte hoch gelegt. Der „Tatort“ aus Kiel erreichte immerhin eine solide Quote - blieb jedoch unter den Werten der vergangenen drei Jahre.

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