19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Tender "Werra" hat Kiel verlassen

Seenotrettung Tender "Werra" hat Kiel verlassen

Der Tender "Werra" hat Kiel zur Operation Seenotrettung verlassen. Kurz nach 10 Uhr legte das Schiff von dem Tabakschuppen im Tirpitzhafen ab und schleuste kurz danach in den Nord-Ostsee-Kanal ein.

Voriger Artikel
Wohnungsbrand: Sofa stand in Flammen
Nächster Artikel
Land verzichtet auf rund 90.000 Euro

Die "Werra" hat am Mittoch Kiel verlassen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Unter der Führung seines Kommandanten, Korvettenkapitän Stefan Klatt (46), wird der Tender bis Ende September an der Rettungsaktion von Flüchtlingen im Seeraum zwischen Italien und Libyen teilnehmen. Der Tender soll dort zusammen mit der Fregatte "Schleswig-Holstein" die Rettungseinheiten Italiens unterstützen. Neben der deutschen Marine beteiligt sich auch die Royal Navy an der Rettungsaktion. 

Die Stammbesatzung des Tenders besteht aus 66 Soldaten. Sie wird verstärkt durch zusätzlich einzuschiffendes Personal aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise dem Seebataillon und dem Sanitätswesen. Dieses Personal  wird größtenteils in Spanien an Bord gehen. Es ist geplant, dass die "Werra" kommende Woche zunächst einen Hafen in Südspanien ansteuert und dort die Ausrüstung des dort seit Mitte Mai eingesetzten Versorgers "Berlin" übernimmt. Geplant sind gegenwärtig der 8. Juni und der Hafen Málaga. Die Planung sei jedoch noch nicht abgeschlossen, erklärte Kapitän zur See Peter Görg, Chef des Stabes der Einsatzflottille 1 aus Kiel. 

Die "Werra" ist für den bevorstehenden Einsatz ausgerüstet worden. "Die Tender der Marine sind für derartige Einsätze das am besten geeignete Schiff", sagte Klatt. Insbesondere Schutzanzüge sowie Sanitäts- und Hygienematerial wurden in größeren Stückzahlen eingelagert, zwei motorisierte Schlauchboote wurden zusätzlich zu den vorhandenen Beibooten an Bord genommen, ebenso einige speziell ausgerüstete Container mit Rettungsmitteln. "Wir sind gut für die Seenotrettung ausgerüstet. Wir werden niemanden zurücklassen", sagte Klatt. Der Geschwaderkommandeur lobte die Besatzung. "Sie sind die Ersten, die den Menschen helfen, die nach Europa kommen wollen. Wir sind stolz auf sie", sagte Fregattenkapitän Guido Brach, der Kommandeur des 5. Minensuchgeschwaders. Zu diesem Verband gehört die "Werra" in Kiel.

Das 100 Meter lange Schiff hat in der dreiwöchigen Ausrüstungsphase die üblicherweise an Bord vorhandenen Werkstatt- und Ersatzteilcontainer für Minenabwehr- und Schnellboote wurden dafür komplett von Bord gegeben. 

Nach derzeitiger Planung soll die Besatzung der "Werra" Anfang Oktober nach Kiel zurückkehren. Die Einsatzplanung legt auch die Hafenbesuche in Italien fest. Der Einsatzbefehl für die Fahrt befindet sich noch in der Planung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr zum Artikel
Flüchtlingseinsatz
Foto: Der Tender „Werra“ ist seeklar für die Rettungsaktion von Flüchtlingen im Mittelmeer.

Der Tender „Werra“ ist seeklar für die Rettungsaktion im Mittelmeer. Nach fast zwei Wochen Ausrüstung erfolgte am Montag zum Abschluss die Übernahme von Munition in Jägersberg bei Laboe. Am Morgen war der 100 Meter lange Tender vom Tirpitzhafen mit Hilfe zweier Schlepper zur Pier des Munitionsdepots gebracht worden.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3