15 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Bus ohne Fahrer startet in Nordfriesland

Testbetrieb Bus ohne Fahrer startet in Nordfriesland

Elektrisch angetriebene Busse ohne Fahrer, feste Routen und Fahrpläne könnten künftig in ländlichen Regionen zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr gehören. Der Testbetrieb durch ein Innovationsnetzwerk, zu dem auch die Kieler Universität gehört, soll in Nordfriesland ab 2018 starten.

Voriger Artikel
Zwei Schwerverletzte nach Unfall
Nächster Artikel
Auftakt zur Briefwahl in Kiel

Mit über zwei Millionen Euro fördert der Bund das Pilotprojekt „autonomes fahren im ländlichen Raum“. Mit an Bord ist die Universität Kiel.

Quelle: Andrey Suslov

Kiel. Schleswig-Holstein kündigte bereits im März an, die Entwicklung zur Modellregion für autonomes Fahren im ländlichen Raum voranzutreiben. Jetzt nimmt das Projekt mächtig Fahrt auf: Das Bundesverkehrsministerium bewilligt ab 1.Juli rückwirkend zwei Millionen Euro für ein ÖPNV-Konzept der Zukunft („ÖPNV-On-Demand“). Danach soll der autonom fahrende E-Bus, allein durch Nachfrager gesteuert, an den Start gehen.

Das vom Land mit 350.000 Euro geförderte Netzwerk „Autonomes Fahren im ländlichen Raum“ wird von der Beratungsfirma Eura AG betreut und soll Unternehmen, Hochschulen und Kommunen zusammenbringen. Bundesweit betritt Schleswig-Holstein damit gegenüber schon vorhandenen Teststrecken auf Autobahnen Neuland: Einen autonomen öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum zu entwickeln, bezeichnet Karsten Pankratz, Projektkoordinator an der Uni Kiel, technologisch gesehen, als die größte Herausforderung.

Prof. Karin Schwarz, Forschungsvizepräsidentin der CAU, spricht von einem für das Land und die Universität wegweisenden Projekt.  Zurzeit beteiligen sich zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Forschungsarbeit. „Neben technischen und rechtlichen Fragen interessieren wir uns besonders dafür, wie ein solches neues Mobilitätsmodell von der Bevölkerung akzeptiert wird und wie diese Akzeptanz überhaupt hergestellt werden kann“, erklärt Schwarz. Untersucht werden sollen ferner zu erwartende Auswirkungen auf den Tourismus in der Region.

 Die ersten Runden soll der Kleinbus im Testbetrieb auf dem Privat-Gelände des GreenTEC Campus in Enge-Sande drehen. Danach sollen der Nutzen und die Auswirkungen der autonomen Fahrzeuge für Pendlerverkehre auf öffentlichen Straßen im Kreis und auf der Nordseeinsel Sylt erprobt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3