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Menschenrechte bekommen eine Bühne

Theaterwettbewerb Menschenrechte bekommen eine Bühne

Menschenrechte auf der Theaterbühne – lässt sich dies realisieren? Beim Jugend-Theaterwettbewerb „Eine Bühne für Menschenrechte“ vom Bündnis „Eine Welt Schleswig-Holstein“ ist genau dies die Aufgabe. Die Jugendlichen sollen ein eigenes Stück zum Thema Menschenrechte schreiben.

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Ideen sammeln, Szenen schreiben und proben: Die Theatergruppe der Käthe-Kollwitz-Schule beteiligt sich mit Feuereifer am Projekt.

Quelle: eis: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die Belohnung dafür kann sich sehen lassen: Die Gruppen können zum Beispiel mit dem ersten und zweiten Preis eine viertägige Fahrt nach Straßburg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewinnen.  In einer Aufführung wird das fertige Stück der Jury gezeigt, die sich aus Theaterpädagogen und Menschenrechtlern zusammensetzt. Das Finale steigt am 8. Dezember im KulturForum in Kiel.

Ein Teilnehmer des Projekts ist die Theatergruppe der Käthe-Kollwitz-Schule in Kiel. Sie ist fleißig dabei, Ideen zu sammeln und Szenen zu schreiben. „In unserem Stück stehen Fliegenklatschen im Vordergrund. Sie tauchen immer wieder auf“, erzählen die Schüler, die die achte Klasse besuchen. Die Fliegenklatschen stehen als Symbol für das „Wegklatschen“ von Menschenrechten, welche in der Realität immer noch häufig verletzt oder komplett missachtet werden, erklärt Siegbert Hübner, Leiter der Theatergruppe und Lehrer an der Käthe-Kollwitz-Schule.

Der Jugend-Theaterwettbewerb findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt, soll aber im nächsten Jahr nach Möglichkeit wieder auf die Bühne gebracht werden. „Das Theater ist eine ideale Methode, um sich mit Menschenrechtsbildung auseinanderzusetzen. Die Jugendlichen können sich dabei in verschiedene Rollen hineinversetzen. Auch tragen sie das Thema an andere Jugendliche weiter und wirken somit als Multiplikatoren. Dies ist sehr authentisch“, berichtet Eva Söhngen, Ansprechpartnerin für den Wettbewerb beim Bündnis „Eine Welt Schleswig-Holstein“.

Das Stück soll nicht länger als 30 Minuten dauern, da die Ideen dadurch intensiver dargestellt werden und die Zuschauer sie besser reflektieren können, erklärt Eva Söhngen. Dies setzen die Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule gerade um: Sie arbeiten in Kleingruppen an jeweils einem Menschenrecht und gestalten dazu eine Szene. Diese Szenen werden dann zu einem größeren Stück zusammengefügt.

Bewerbung

Bereits sieben Gruppen haben sich für den Wettbewerb angemeldet. Teilnehmen können Gruppen von Jugendlichen, die einen Gruppenleiter haben. Angesprochen werden Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein. In der Art der Darstellung sind sie frei. Anmeldefrist für Teilnehmer ist der 16. Oktober. Die Bewerbung kann entweder online unter www.bei-sh.org/460.html erfolgen oder per Anmeldeformular (PDF) an: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein, Walkerdamm 1, 24103 Kiel.

Von Lisa Richert

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