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Brand-Ursache noch ungeklärt

Tod im Fünenweg Brand-Ursache noch ungeklärt

Nach dem verheerenden Wohnungsbrand am Freitagabend im Fünenweg in Mettenhof sind die Hintergründe weiterhin unklar. Eine Bewohnerin kam, wie berichtet, in den Flammen ums Leben. Die Ursache des Brandes wird ab Montag von der Kriminalpolizei untersucht.

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Die verwinkelte Zufahrt erschwerte die Rettung mit der Drehleiter. Eine Familie wurde durchs Treppenhaus gerettet.

Quelle: Frank Behling

Kiel-Mettenhof. Brandermittler werden dann die beschlagnahmte Drei-Zimmer-Wohnung der verstorbenen Frau untersuchen. „Unsere Einsatzkräfte hatten die Person in der Wohnung gefunden und noch in einen Rettungswagen gebracht. Leider war die Reanimation erfolglos“, sagte Thomas Hinz, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr. Weitere Angaben wollte die Polizei am Wochenende nicht machen. Das von dem Brand betroffene Mehrfamilienhaus wird inzwischen wieder bewohnt. Am Sonnabend konnten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Nur eine vierköpfige Familie aus der Wohnung über dem Brandort kann vorerst ihre Wohnung noch nicht wieder nutzen.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Russee waren am Freitag gegen 20.15 Uhr alarmiert worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die Wohnung im dritten Obergeschoss lichterloh. „Auf der Rückseite schlugen die Flammen bereits aus der Wohnung und griffen auf die Wohnung im vierten Obergeschoss über. Dort waren die Scheiben bereits geplatzt“, sagte Hinz. In der Wohnung befand sich eine vierköpfige Familie mit zwei Kleinkindern. „Beim Eintreffen haben wir Kontakt zu den Personen am Fenster aufgenommen. Dann sind unsere Trupps von der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr unter schwerem Atemschutz zu dem Menschen in der Wohnung vorgedrungen und haben den vier Menschen Fluchtfilterhauben aufgesetzt und sie durch das Treppenhaus ins Freie gebracht“, schildert Thomas Hinz. Für die Versorgung waren mehrere Rettungswagen und Notärzte vor Ort.

Insgesamt wurden laut Feuerwehr drei Erwachsene und zwei Kinder gerettet. Verletzt wurde niemand, da die Bewohner während der Rettung durch sogenannte Fluchthauben vor dem giftigen Rauch geschützt wurden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden. Ein Teil der Bewohner aus dem ersten und zweiten Obergeschoss konnten bereits in der Nacht in ihre Wohnung zurückkehren. Die Stadtwerke haben einen Teil der Stromversorgung für das Haus abgestellt.

Aufgrund der dramatischen Situation hatte die Berufsfeuerwehr sofort neben dem Löschzug der Hauptwache und der Freiwilligen Feuerwehr Russee auch Einsatzkräfte der Ostwache sowie weitere freiwillige Wehren alarmiert. Durch die verwinkelte Zufahrt an dem rückwärtig gelegenen Haus war der Einsatz der Drehleitern nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Deshalb erfolgte die Rettung der Bewohner durch die Löschtrupps über das Treppenhaus. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte vor Ort. Zusätzlich zu Feuerwehr und Rettungsdienst wurde auch die Betreuungsgruppe alarmiert, die die Hausbewohner versorgte.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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