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Angst am Skandinaviendamm

Todesfall in Mettenhof Angst am Skandinaviendamm

Ein paar Scherben, ein paar Kreidestriche in Gelb von der Polizei: Nur noch wenig erinnert am Wochenende an den tödlichen Unfall auf dem Skandinaviendamm/Ecke Bergenring, bei dem am Freitag ein Fahrradfahrer zu Tode kam. Doch die Betroffenheit der Mettenhofer bleibt groß.

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Für Fußgänger und Radfahrer kann der Überweg über den Skandinaviendamm vom Wikingerbummel zum Parkplatz des dortigen Warenhauses schwierig werden. Viele der Autofahrer sind auf der vierspurigen Straße zu schnell unterwegs.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. „Herzliches Beileid“ und „unser Mitgefühl gilt allen Angehören“: Die Beileidsbekundungen der Kieler bei Facebook (siehe unten) häuften sich nach der schrecklichen Nachricht. Aber auch vor Ort sind die Menschen betroffen. „Der Mann auf dem Rad ist nach dem Zusammenprall mit dem Auto regelrecht durch die Luft geflogen“, erzählt ein 25-jähriger Mettenhofer, erschüttert über den Unfall, der sich am Freitag, gegen 16.45 Uhr an der Fußgängerüberquerung des vierspurigen Skandinaviendamms vom Wikingerbummel gen Bergenring/Famila-Parkplatz ereignet hat. Ein Mann habe sofort Erste Hilfe geleistet, die Polizei war ebenfalls schnell vor Ort, Notarzt und Rettungswagen waren in wenigen Minuten da, erzählt der junge Zeuge weiter, der der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte („nicht bei einem solchen Unglück“).

Jede Hilfe kam zu spät

Doch alle Rettungsversuche waren vergeblich, der 49-jährige Radfahrer ist noch an der Unglücksstelle gestorben, wie die Polizei mitteilte. Durch den Knall aufgeschreckt wurde auch ein Ehepaar, das in der direkten Nachbarschaft wohnt und die Rettungsmaßnahmen vom Balkon verfolgt hat. „Man muss als Fußgänger schon sehr aufpassen, wenn man den Skandinaviendamm an der Stelle überquert“, erzählen die 76-Jährigen. „Die Autos rasen die Straße entlang.“ Auch Bettina (43) und ihre Tochter Yvonne (23) waren auf dem Weg zum Einkaufen an der Unfallstelle vorbei gekommen. „Es standen viele Schaulustige drum herum“, bedauern sie. Darunter viele Kinder und Jugendliche, die die Wiederbelebungsmaßnahmen mit dem Handy festgehalten hätten. „Das gehört sich nicht“, finden die Mütter, die die Querung ebenfalls für „sehr unsicher“ halten, weil viele Autofahrer zu schnell sind. „Kaum war die Straße wieder freigegeben, drückten die Autofahrer aufs Gaspedal.“

Kein Unfallschwerpunkt

Ein Unfallschwerpunkt sei diese Querung jedoch nie gewesen, erklärte Heinz-Bruno Wunsch, ehemaliger Stationsleiter der Mettenhofer Polizeistation und Vorsitzender des Mettenhofer Arbeitskreises für Kriminalitätsverhütung. Allerdings sei die Frequenz an Fußgängern, die hier die Straße queren, hoch. Das sieht auch der Arbeitskreis Fußverkehr so, der die Stelle bereits 2013 während seiner Fußgänger-Mängeltour durch Mettenhof monierte. Die Kritik: Die Querungsstelle sei zu klein und die Sicht sei stellenweise (durch Kurve, Bushaltestelle und Litfaßsäule) eingeschränkt. Desweiteren müssen Autofahrer, die vom Bergenring nach rechts auf den Skandinaviendamm abbiegen, den schnellen Verkehr von links und die Fußgänger, die rechts von ihnen die Straße queren, gleichermaßen im Auge behalten. Die Verwaltung der Stadt wollte darauf Lösungsmöglichkeiten prüfen. Das hatte der Bauausschuss in seiner Sitzung am 6. Februar 2014 zur Kenntnis genommen – geändert hat sich an der Querung seitdem nichts.

In Kiel-Mettenhof ist bei einem Verkehrsunfall ein Fahrradfahrer get

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Auf dem Skandinaviendamm ist es am Freitag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, in dessen Folge ein 49-jähriger Fahrradfahrer tödlich verletzt wurde. Wie genau sich der Unfall ereignete ist noch unklar.

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