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Zehn Partner zieht es an die Hörn

Top-Adresse Zehn Partner zieht es an die Hörn

Großer Fortschritt für die Hörnbebauung: Der Kieler Bauausschuss gab grünes Licht, dass zehn in einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossene regionale Unternehmen ein Wohungs- und Geschäftsbau-Konzept für die Top-Adresse entwickeln.

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Nach vielen Jahren des Stillstands plant eine Projektgemeinschaft von zehn Partnern, auf noch unbebauten Grundstücken an der Hörn Wohnungen zu bauen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Auf einer 10000 Quadratmeter großen Fläche könnten dort bis zu 500 Wohnungen entstehen.

Auch die Politik steht geschlossen hinter der von der Stadt und der Investorengruppe ausgehandelten Anhandgabe. Bei diesem Verfahren sichert die Stadt zu, ab dem erwarteten Ratsbeschluss am 19. September 15 Monate lang mit keinem weiteren Interessenten über einen Kauf zu verhandeln. „Ab dann tickt die Uhr,“ sagte Helmut Knüpp, Vorstandsvorsitzender der Wankendorfer Baugenossenschaft (Kiel) und Mitglied der Projektgemeinschaft Hörnbebauung.

Die Gemeinschaft will in dieser Zeit ein städtebauliches Konzept für verschiedene Nutzergruppen auf den drei Grundstücken (eines davon am Wasser) erarbeiten und erst zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden, wer welche Lage wie bebauen kann. Privateigentum, vermietete Wohnungen, Mietwohnungen und öffentlich geförderter Wohnungsbau sollen geplant werden. Nach dem Vertrag, den die Gemeinschaft bereits unterschrieben hat, verpflichtet sie sich gegenüber der Stadt, eine Quote von 20 Prozent für öffentlich geförderten Wohnbau zu erfüllen. „Es soll ein bunter Stadtteil entstehen und dabei das Beste dort gebaut werden, attraktiv für die Stadt und die Investoren“, unterstreicht Knüpp. Die Partner arbeiteten „im Gleichrang“.

Vielfalt in Partnern und Nutzungen

Die Vielfalt der Nutzungen spiegelt sich in den Unternehmen wider: Wohnungsgenossenschaften aus Kiel und Schleswig, Projektentwicklungsgesellschaften wie die BPB, die in Kiel den Wasserturm baut, die NGEG (Kiel), die an der Planung für das Quartier Schlossstraße beteiligt ist, und Ahmed R. Zirakbash (Halle 400). Als letzter Partner kam der Eigentümerverein Haus&Grund an Bord. Über private Investoren will er auch eine kleinteiligere Bebauung ermöglichen, damit ein „belebtes, vielfältiges Quartier entstehen kann“, sagte Sprecher Volker Sindt. Ganz raus ist dagegen die Berliner CD Deutsche Eigenheim AG (ehemals Design Bau AG/Kiel).

Und auch Gewerbe zieht es an die Hörn: Die Investitionsbank Schleswig-Holstein will bis Mitte 2018 ihre acht Standorte aufgeben und sich dort mit einem Neubau ansiedeln. Die Anhandgabe sieht für die Gemeinschaft vor, dass sie einen Anteil von 15 Prozent an Geschäften, Gastronomie und Büros in ihren Gebäuden ermöglicht. Für die Voruntersuchungen auf dem Areal muss sie erst einmal mit einem sechsstelligen Betrag in Vorlage gehen, bevor nach 15 Monaten ein Kaufvertrag zu einem gutachterlich ermittelten Preis ausgehandelt werden kann. Würde man sich mit der Stadt nicht einig, könnte das Ganze theoretisch wieder platzen. Sehr unwahrscheinlich, so Knüpp: „Wir kennen uns so gut“, spricht er von der geballten regionalen Kompetenz und Vielfalt der Gruppe.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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CAP
Foto: Das Cap, das sich jetzt als Kai City Center bezeichnet, liegt direkt an der Hörn, in unmittelbarer Nähe vom Hauptbahnhof, des Hafens, der Fährterminals und des Einkaufszentrums Sophienhof.

Als das Cap 1995 in Kiel eröffnet wurde, galt es als das erste Erlebniszentrum seiner Art in Europa. Eine Schlemmer- und Kneipenmeile, die rundeste Disko Deutschlands, das Intercity-Hotel mit 244 Betten und das Cinemaxx mit 3100 Plätzen in zehn Kinosälen. 20 Jahre später scheint das Konzept immer noch zu greifen.

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